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Wenns mal knackt: DAS solltest du übers Fingerknacken wissen

Fingerknacken ist eine Angewohnheit, die nicht wirklich gerne gehört wird. Wir gehen den Gerüchten rund um's Knacken auf den Grund.

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Tharakorn / iStock

Für viele ist das Fingerknacken eine Art Entspannungs-Übung für die Hände. Besonders in Momenten, wo du viel Nervosität verspürst, presst du vielleicht gleich die Finger, um dich zu beruhigen. Die Geräusche, die dem des Knochen-brechen ähneln, veranlassen andere aber manchmal zur Sorge. Doch wie gefährlich ist das Fingerknacken wirklich, und welche Folgen trägt man davon, wenn zu viel geknackt wird?

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Rheuma, Arthrose oder doch nur Entspannung?

Bei der Frage welche nachliegenden Folgen das Fingerknacken mit sich bringt, spalten sich die Meinungen. Vor allem, dass das ziehen der Gelenke zu Rheuma, Arthrose oder anderen Gelenkerkrankungen führen könnte ist eine weit besprochene Theorie – Und zwar eine, die sich als falsch erweist:

  • Nach einer Physiotherapeutin bewirkt das Ziehen an den Gelenken eine Weiterleitung von Informationen aus dem Körper in das Gehirn.
  • Dadurch werden wiederum Signale (etwa die der Nervosität) vom zentralen Nervensystem ins periphere Nervensystem gehemmt.
  • Dein Gehirn weiß also wie nervös du bist und mittels dem Fingerknacken senkt sich dieser Angstzustand.
  • Besonders in aufregenden Momenten dient es also der Entspannung, und ist nicht wirklich schädlich für den Körper.

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Was geschieht wirklich, wenn man die Finger knackt?

Fakt ist also, dass Fingerknacken zu keines der erwähnten Gelenkerkrankungen führt. Dr. Donald L. Unger nahm es auf sich der Welt (und seiner Mutter) zu beweisen, dass jahrelanges Knacken zu keinen Schäden führen würde. Genaugenommen vollzog er das Experiment 50 Jahre lang, indem er die Finger seiner linken Hand zweimal täglich knackte. Mit den Gelenkspalten war alles in Ordnung, die Knochenflächen blieben unbeschädigt und es wurde weder an den Knochenflächen noch am Knorpel übermäßig abgerieben. Auch nach seiner Erkenntnis wurden Studien gemacht, die ebenfalls keine schädlichen Effekte fanden.

Du kannst dir also sorglos weiter die Finger knacken, achte nur darauf, dass es deine Mitmenschen nicht zu sehr irritiert, wenn ab und zu Knack-Geräusche von dir kommen. Wie bei jeder Angewohnheit bedarf es an sehr viel Disziplin und Willenskraft, wenn man aufhören möchte. Ein Physiotherapeut wäre aber auch hilfreich, da beim Fingerknacken am besten Dehnübungen helfen, die gegen das Knacken wirken.

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