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Zahnverlust durch Zähneknirschen: Schütze deine Beißerchen!

Wer knirscht, der leidet. Finde heraus, ob du an Zahnknirschen leidest und wie du deine Zähne retten kannst.

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GlobalStock / iStock

Jeder hat Macken und Angewohnheiten, die man sich einfach nicht abgewöhnen kann. Manche werden vom Nägelbeißen geplagt, andere wiederum sind dazu geneigt ständig die Zähne zu knirschen. Vor allem im Schlaf treten solche Bruxismus (so der Fachbegriff für Zähnknirschen)-Episoden häufig auf. Die Folgen sind nicht nur äußerst schmerzhaft für die Zähne, sondern auch höchst gefährlich für den Kauapparat. Wenn du also mit Schmerzen in deinen Kaumuskeln aufwachst oder sich die Muskulatur in deinem Kiefergelenk verspannt anfühlt, kann es sein, dass du an Bruxismus leidest und dringend etwas dagegen machen solltest.

Mehr dazu: Was bei empfindlichen Zähnen hilft

Einmal ein Knirscher, immer ein Knirscher – Ist Bruxismus heilbar?

Wenn am Tag geknirscht wird, geschieht dies oft unbemerkt. In solchen Situationen kannst du dich vom Zähne-Mahlen ablenken, in dem du einer anderen Tätigkeit mehr Aufmerksamkeit schenkst. Aber wenn das Knirschen und Pressen im Schlaf geschieht, wird das Ganze zu einem etwas größerem Problem. Besonders bei chronischem Zähnekirschen wird man nach einer weiteren anstrengenden Nacht am Morgen mit mehr Schmerzen begrüßt. Schwerwiegende Folgen sind auch spürbar anhand von Rückenschmerzen und Nackenverspannungen.

Die Entstehung von Bruxismus sowie seinen Funktionsmechanismen ist ein noch neu erforschtes Wissensgebiet, daher können Behandlungsformen weder ausgeschlossen noch präferiert werden. Wie befreit man sich also von diesen Schmerzen?

Der erste Weg zur Besserung ist Selbsterkenntnis. Stelle dir also folgende Fragen:

  • Fühle ich mich in letzter Zeit gestresst?
  • Hat mein Zahnarzt bei mir Zahn- oder Kieferfehlstellungen feststellen können?
  • Neige ich oft dazu mit den Füßen zu zappeln? (Restless-Legs-Syndrom)
  • Konsumiere ich viel Alkohol, Drogen oder Medikamente?

Wenn du dich von diesen Fragen angesprochen fühlst, und sich auf deinen Zähnen keilförmige Defekte oder Abrasionen feststellen lassen, solltest du sobald wie möglich einen Zahnarztbesuch in Erwägung ziehen. Die Schäden können so weit gehen, dass einem der Zahnverlust droht.

Mehr dazu: Macht eine Schwangerschaft die Zähne kaputt?

Was hilft gegen Bruxismus?

Einer der Gründe warum mit den Zähnen geknirscht wird könnte stressbedingt sein. Seelische Störungen haben öfters negative Auswirkungen auf den Körper, die nur schwer zu bewältigen sind. Eine passende Therapie bei einem Experten sollte Abhilfe schaffen. Manchmal reicht aber bereits auch ein einfaches Gespräch mit Freunden oder der Familie, um wieder stressfreie und vor allem knirsch-freie Nächte zu haben.

Psychotherapie und Stressreduktion wären nur eine von vielen Behandlungsformen, die gegen schmerzvolle Nächte helfen können. Des Weiteren kannst du Folgendes ausprobieren:

  • Medikamente
  • Physiotherapie
  • Eine Aufbissschiene (Okklusionsschiene)
  • Eine Schiene mit Biofeedback (gibt dir eine Rückmeldung, wenn du Nachts auf deinen Beißerchen Pressen oder Knirschen solltest)
  • Entspannungsübungen (im besonderen für die Wirbelsäule)

Mehr dazu: Gesundheitsvorsorge: Wann zu welchem Arzt?

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