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Gekippte Gebärmutter – besteht Grund zur Sorge?

Sind Sie von einer gekippten Gebärmutter betroffen? Wir beantworten die häufigsten Fragen.

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Rückwärts geneigte Gebärmutter
Maksym Azovtsev / iStock

Neigt sich die Gebärmutter nicht nach vorne, sondern nach hinten, spricht man von einer Rückwärtsneigung der Gebärmutter (Retroflexio uteri). Etwa 10 Prozent der Frauen sind von der gekippten Gebärmutter betroffen; meistens wird die nach hinten geneigte Gebärmutter erst bei Kinderwunsch oder während der Schwangerschaft im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung entdeckt. Wir beantworten die FAQs zum Thema.

  • Die Gebärmutter ist birnenförmig, sehr dehnbar und beweglich.
  • Sie ist 7 – 10 cm lang und 4 – 5 cm breit.
  • Der Uterus beugt sich meist nach vorne zur Bauchdecke (Anteflexion).
  • Bei der nach hinten geneigten Gebärmutter neigt sie sich rückwärts in Richtung Kreuzbein (Retroflexion).
  • Eine gekippte Gebärmutter kann entweder mobil oder fixiert sein.

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Welche Ursachen hat die gekippte Gebärmutter?

Eine rückwärts geneigte Gebärmutter kann genetisch bedingt sein und seit der Geburt vorliegen, aber sie kann sich auch erst im Laufe des Lebens entwickeln. Auch können folgende Ursachen die anatomischen Veränderungen auslösen.

  • geschwächte Beckenbodenmuskulatur
  • Schwangerschaft, Eileiterschwangerschaft
  • Endometriose
  • Altersbedingte Entwicklung
  • Verwachsungen im Beckenbereich
  • Entzündungen (etwa des Eileiters)

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Verursacht die rückwärts geneigte Gebärmutter Schmerzen?

Im Normalfall verursacht die rückwärts geneigte Gebärmutter keine Schmerzen. In manchen Fällen jedoch ist der Uterus fixiert und mit einem Organ verwachsen. In solchen Fällen kann es zu Schmerzen kommen, etwa:

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Muss die Rückwärtsneigung operativ behandelt werden?

Bei der mobilen Rückwärtsneigung wird nur in Ausnahmefällen operiert. Treten keine Schmerzen auf, bedarf es auch keiner Therapie oder Operation.
Im Falle einer fixierten Gebärmutter wird der Gynäkologe über Therapiemaßnahmen oder eine Operation aufklären. Eine Operation kann Verwachsungen lösen, wodurch sich die Beschwerden bessern.

Vorbeugen kann man einer genetisch bedingten gekippten Gebärmutter nicht; Beckenbodenübungen können die mobile Gebärmutter unterstützen.

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Ist eine Schwangerschaft möglich?

Ja, eine mobile Rückwärtsneigung stellt kein Hindernis für den Kinderwunsch dar. Viele Frauen werden mit der Thematik auch erst während der Schwangerschaft konfrontiert.  Der Bauch ist oft bis zum dritten Trimester kleiner als jener von Frauen mit einer nach vorne geneigten Gebärmutter.
Während der Schwangerschaft richtet sich die bewegliche Gebärmutter auf. Bei der fixierten Variante kann sich der Uterus nicht aufrichten, weshalb es zu Kreuzschmerzen kommen kann. Fruchtbarkeitsprobleme treten am ehesten bei Frauen mit einer fixierten Retroflexio uteri auf.

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