Liebesleben

Fünfmal Schutz vor Schwangerschaft ohne Hormone

Möchten Sie sich von Ihrer hormonellen Verhütung trennen und eine Alternative finden? Wir zeigen Ihnen 5 mechanische Verhütungsmittel im Überblick.

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Wer nicht hormonell verhüten möchten, hat einige Alternativen, die in Betracht gezogen werden können.
pederk / iStock

Vertragen Sie keine Hormone oder möchten Ihren Körper einfach auf eine andere Verhütungsmethode umstellen? Dann haben Sie neben der Antibabypille, der Dreimonatsspritze und dem Verhütungspflaster viele nicht-hormonelle Alternativen, die ebenso vor einer Schwangerschaft schützen können.

Mehr dazu: Verhütung: Immer weniger wissen Bescheid

Das Kondom

Das wohl klassischste Verhütungsmittel ist das Kondom, welches über den Penis des Mannes gerollt wird. Bei der Ejakulation wird das Sperma im Präservativ aufgefangen und gelangt dadurch nicht in die Vagina.

  • Bei korrekter Anwendung stellt es eine sehr sichere Verhütungsmethode dar, die einen Pearl-Index von zwei bis zwölf aufweist.
  • Es schützt zudem vor Geschlechtskrankheiten und ist äußert kostengünstig, jedoch bemängeln viele Anwender, dass beim Sex das "Echtheitsgefühl" fehlt.
  • Wichtig: Achten Sie immer darauf, dass das Qualitätssiegel "CE" auf dem Produkt vermerkt ist. Kondome sind vier bis fünf Jahre haltbar und sollten keiner übermäßigen Wärme ausgesetzt werden. Auch bei der erstmaligen Öffnung der Packung sollten Sie aufpassen, das Kondom nicht mit Ihren Nägeln zu beschädigen.

Der Verhütungsschwamm

Um sich vor einer möglichen Schwangerschaft zu schützen, muss der Verhütungsschwamm in eine samenabtötende Flüssigkeit getränkt werden. Danach wird dieser vor dem Sex in Vagina bis vor die Gebärmutter eingeführt.

  • Der Schwamm kann zwölf bis 24 Stunden im Körper bleiben. Nach dem Sex sollte er jedoch noch weitere sechs Stunden in der Vagina verweilen, um die Abtötung der Spermien zu garantieren.
  • Die Verhütungsmethode bietet einen 86-prozentigen Schwangerschaftsschutz und weist somit einen Pearl-Index von fünf bis zehn auf.
  • Vorsicht: Diese Verhütungsmethode bietet keinen Schutz vor Geschlechtskrankheiten. Die zusätzliche Verhütung mit einem Kondom verspricht besseren Schutz. Außerdem kann die Vaginalschleimhaut durch die Anwendung gereizt werden.

Das Diaphragma

Das Diaphragma (Pessar) ist eine aus Latex oder Silikon hergestellte schalenförmige Kuppe. Vor dem Geschlechtsverkehr wird es mit Spermiziden bedeckt und dann in die Vagina eingeführt, um den Muttermund zu verschließen.

  • Dies eignet sich besonders für Frauen, die nur ab und zu Geschlechtsverkehr haben und daher keine dauerhafte Verhütungsmethode benötigen.
  • Vor der erstmaligen Anwendung sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt besprechen, welche Größe für Sie passend ist. Es sollte mindestens zehn Minuten bis zwei Stunden vor dem Sex eingesetzt werden. Bei einer korrekten Anwendungen ist es weder von Frau noch Mann während dem Akt zu spüren.
  • Das Verhütungsmittel ist mit einem Pearl-Index von vier bis zehn, bei korrekter Handhabung, relativ sicher. Bei mehrmaligem oder länger dauernden Geschlechtsverkehr muss zusätzlich etwas von der spermaabtötenden Creme in die Vagina eingeführt werden.

Mehr dazu: Nutzung von Kondomen steigt

 

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Die Kupferspirale

Wer eine längerfristige und bequemere Art der Verhütung ohne Hormone sucht, kann auch auf die Spirale aus Kupfer zurückgreifen. Bei der Kupferspirale setzt der Gynäkologe ein T-förmiges Plastikteilchen mit Kupferdraht in die Gebärmutter ein. Durch das Kupfer wird die Bewegung des Spermas eingeschränkt, was die Befruchtung der Eizelle verhindert.

  • Diese Art der Verhütung ist mit einem Pearl-Index von 0,9 bis drei sehr sicher. Insgesamt kann die Spirale zwischen drei und fünf Jahren im Körper verweilen.
  • Wichtig: Durch regelmäßige Untersuchungen beim Frauenarzt wird die korrekte Lage der Spirale kontrolliert. Hier ist jedoch zu beachten, dass die Spirale zwar vor Schwangerschaften, aber nicht vor Geschlechtskrankheiten schützt.

Das Femidom (Frauenkondom)

Nicht nur für das männliche Glied gibt es ein Kondom, sondern auch für die Vagina. Das Femidom wird tief in die Scheide eingeführt und fängt das Sperma schon auf dem Weg zur Gebärmutter auf.

  • Eine Anwendung des Femidoms ist sehr sicher und kann zu 95 Prozent eine ungewollte Schwangerschaft verhindern. Es schützt zudem vor Krankheiten und ist relativ günstig.
  • Vorsicht: Viele Frauen leiden unter Unverträglichkeiten und beide Partner können bei der Anwendung eine Gefühlsveränderung beim Liebesspiel wahrnehmen.

Mehr dazu: Die 10 häufigsten Verhütungsmythen

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