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Öko-Tourismus: So verreisen Sie umweltbewusst

Massentourismus schadet der Umwelt und damit auch dem Menschen. Dennoch ist verreisen etwas Schönes, auf dass Sie nicht verzichten müssen.

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Reise
Toa Heftiba / Unsplash

So manch ein Öko-Instagramer bewirbt einen umweltbewussten Lifestyle, verreist dann aber mehrere Male im Jahr in weit entfernte Yoga-Retreats, z.B. in Bali. Wasser predigen und Wein trinken, ist hier die Devise. Doch ist es überhaupt möglich, beim Reisen auf seinen ökologischen Fußabdruck zu achten? Wir haben ein paar Tipps für Sie.

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"Sanfter Tourismus" nimmt Rücksicht

Der Trendbegriff beschreibt ein Reiseverhalten, bei dem auf die Umwelt und die Bevölkerung des Reiselandes Rücksicht genommen wird. Dadurch sollen die schädlichen Auswirkungen (Hotelbauten, Ausbeutung der Bevölkerung, Verschmutzung der Strände) des Massentourismus vermieden werden. "Sanfter Tourismus" bedeutet etwa:

  • Keinen Müll zu hinterlassen
  • Müll anderer Touristen aufzuheben und wegzuwerfen
  • Hotels mit Bedacht auszuwählen
  • Die Flora und Fauna des Reiselandes zu schonen
  • Sich der Kultur des bereisten Landes anzupassen

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Vor der Reise schon mitdenken

Wenn Sie Ihr Zuhause verlassen, sollten Sie auf folgende Dinge achten:

  • Schalten Sie Elektrogeräte ab und entfernen Sie die Stecker aus den Steckdosen
  • Licht ausschalten und Heizung abdrehen
  • Nur so wenig packen, wie notwendig. Geringeres Gewicht beim Fliegen = geringerer CO2-Ausstoß

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Transportmittel mit Bedacht wählen

Generell gilt: Je weniger weit sie verreisen, umso kleiner ist der ökologische Fußabdruck. Vermeiden Sie generell das Reisen in Krisen oder Kriegsgebiete.

  • Wählen Sie Bus und Bahn statt Flugzeug, soweit möglich.
  • Wenn Sie fliegen, buchen Sie einen Flug bei einer Airline, die "grün" ist.
  • Diese Airlines spenden einen Teil ihrer Einnahmen für Umwelt-Ziele.
  • Die Airline "Nature Air" etwa lässt für jeden geflogenen Kilometer den Tropenwald in Costa Rica aufforsten.
  • Andere Fluglinien spenden pro Flug einen gewissen Betrag an Klimaschutzprojekte. Informieren Sie sich!
  • Wenn Sie fliegen, wählen Sie einen Flug mit möglichst wenig Zwischenlandungen. Denn Abflug und Landung verbraucht am meisten Kerosin.

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Wählen Sie umweltfreundliche oder lokale Hotels

Viele Hotels sind heutzutage schon mit Umwelt-Abzeichen ausgezeichnet. Informieren Sie sich jedoch im Vorhinein, welche dieser Abzeichen tatsächlich Qualität garantieren. Leider wird auch hier viel Marketing mit Umweltbewusstsein betrieben, obwohl nichts dahinter steckt. Eine Übersicht über die wichtigsten Auszeichnungen finden Sie hier. Informieren Sie sich über umweltbewusste Reiseanbieter und Reisebüros.

Des Weiteren können Sie beim Aufenthalt im Hotel auf Folgendes achten:

  • Duschen Sie nicht öfter, als sie es zuhause tun würden.
  • Hängen Sie Handtücher nach dem Benutzen wieder auf. Das signalisiert dem Reinigungspersonal, dass die Handtücher nicht gewaschen werden müssen. Denn auch daheim benutzen Sie nicht jeden Tag ein frisches Handtuch, oder?
  • Gehen Sie sparsam mit Licht und Klimaanlage um. Wählen Sie Unterkünfte, die so gebaut sind, dass sie natürlich kühl halten.
  • Wählen Sie kleine, lokale Hotels, nutzen Sie Airbnb oder Pensionen statt in großen Hotelanlagen zu nächtigen.
  • Informieren Sie sich, ob die Arbeitsbedingungen für die Angestellten fair sind.
  • Es sollten Arbeitsplätze für Einheimische geschaffen werden und nicht aus Mitteleuropa "importiert" werden.
  • Kaufen Sie lokale Lebensmittel in kleineren Geschäften und nicht in Supermärkten, die nur für Touristen gedacht sind.
  • Kochen Sie in Ihrer Unterkunft selbst, anstatt die Hotelbar zu nutzen.
  • Oder unterstützen Sie regionale Restaurants und Gaststätten der ansässigen Bevölkerung.

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Bei Aktivitäten im Urlaub die Natur und die Einheimischen respektieren

  • Wandern Sie nicht auf Pfaden, die nicht markiert sind. Dies könnte auch gefährlich für Sie werden.
  • Sparen Sie bewusst Trinkwasser, falls in dem Land Trinkwasserknappheit herrscht.
  • Beschädigen oder beschmutzen Sie die Natur nicht.
  • Halten Sie Abstand zu Tieren. Füttern Sie sie auch nicht. Gehen Sie auf keine Touren, die engen Kontakt mit Tieren versprechen, diese werden meist nicht artgerecht gehalten.
  • Entdecken Sie die Umgebung zu Fuß, mit dem Fahrrad oder nutzen Sie den öffentlichen Verkehr.
  • Kaufen Sie Sonnen- und Insektenschutz, der die Umwelt so wenig wie möglich belastet. Achten Sie besonders darauf, dass keine unnötigen Mengen an giftigen Substanzen aus Sonnencreme ins Meerwasser gelangen. Greifen Sie auf umweltschonende Produkte ohne Chemikalien zurück.

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Bewusst konsumieren

  • Verzichten Sie auf den Verzehr gefährdeter/exotischer Tiere.
  • Meiden Sie Golfplätze in Trockengebieten oder Bootsfahrten in naturgeschützten Regionen.
  • Kaufen Sie keine Souvenirs aus Materialien, die nicht klar angegeben sind. Es könnte sich dabei um Elfenbein oder Hornmaterial geschützter Tierarten handeln. Auch Holz-Souvenir aus geschütztem Tropenholz wird oft verkauft.
  • Genießen und konsumieren Sie bewusst.

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