Bewusst leben

Zero Waste-Selbstversuch: Die Redaktion berichtet von ihren Erfahrungen

Eine Woche lang nach dem Zero Waste-Konzept leben? Wie uns das gelungen ist, können Sie hier nachlesen.

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Zero Waste Müll

Redakteurin Selma berichtet von ihren Erfahrungen

Vollständig auf Müll zu verzichten, gestaltet sich sehr schwer. Es beginnt schon bei Verpackungen für Obst und Gemüse. Wer nicht regelmäßig auf den Preis schaut, kann schon mal einen Euro mehr für Gurke, Paprika & Co bezahlen, um auf die dazugehörige Verpackung verzichten. Die Lieblingshaferflocken, Maiswaffeln und Nussvariationen werden jedoch oft in Plastikpackungen gehüllt und können nur schwer alternativ gekauft werden. Wohnt man zusätzlich in einem kleineren Ort, wird die Zero-Waste-Challenge immer anstrengender: Der einzige Bio-Laden, der das "Selbstabfüllen" anbietet, hat bis spätestens 18 Uhr geöffnet – für Vollzeitbeschäftigte in Wien ist der Einkauf dort meist unmöglich zu schaffen. Doch auch in Wien sind die alternativen Läden weiter verstreut, meist zur teuer für den Otto-Normalverbraucher und im Endeffekt leider zu umständlich. Die Bequemlichkeit hat uns leider ziemlich im Griff, sodass uns der Gang in den "herkömmlichen" Supermarkt wirklich lieber ist.

Was habe ich gelernt?

Wie gesagt, Zero Waste ist zwar schwer durchzuziehen, doch man lernt hier und da ein paar Tricks, die das bewusste Vermeiden von Müll unterstützen.

  • Jutebeutel beim Einkaufen mitnehmen: Schöne Jutebeutel liegen seit einigen Jahren im Trend. Wer beim Shoppen auf das Plastiksackerl verzichtet, ist nicht nur umweltbewusst, sondern auch ein Fashion-Chick. Mehrere Discounter und Modeketten bieten Stofftaschen als Alternative an.
  • Tupperware statt Papiersackerl: Vor der Arbeit noch schnell zum Bäcker oder im Discounter zur Backbox zu huschen, ist für viele ein alltäglicher Schritt. Statt einer Papierverpackung könnte auch effektiv auf diese verzichtet werden – Stichwort: Tupperware. Einfach mal die Verkäuferin freundlich fragen, ob das Produkt in die Box gelegt werden kann. Spart Müll und ist wiederverwendbar (auch, wenn meist blöde Blicke garantiert sind) Tipp: Immer mehr Cafés bieten einen Rabatt an, wenn ein eigenes Häferl-to-go mitgenommen wird. Starbucks ist da mit dabei!

The Circle of Life oder neues Leben für Verpackungen: Zwar ist der erste Gedanke immer die Bohnendose zu entsorgen, oder den Plastikbehälter des Beauty-Blenders wegzuschmeißen. Hier können sich die Kreativen unter uns austoben: So werden Metall-Dosen zu Stiftehaltern und die Plastikpackung des Make-up-Schwämmchens zur Aufbewahrungsstätte für Spangen & Co.

Mehr dazu: Nachhaltig leben: Geben Sie nicht auf!

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