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Öko-Test: Darum solltest du alte Sonnencremes nur mit Ausnahme wiederverwenden

Du hast noch Sonnencremes vom Vorjahr, die du wiederverwenden möchtest? Überprüfe zunächst, welchen UV-Filter das Produkt aufweist.

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Öko-Test Sonnencremes
RossHelen / iStock

Sommer, Sonne, Sonnencreme: Regelmäßiges einschmieren ist an heißen Tagen ein Muss. Doch zu welchem Sonnenschutzmittel greift man am besten? Immer wieder hört man von bedenklichen Inhaltsstoffen. Und was ist eigentlich mit der Sonnenmilch vom Vorjahr – kann ich sie bedenkenlos wiederverwenden? Das Verbrauchermagazin "Öko-Test" prüfte 22 Produkte mit Lichtschutzfaktor 30 auf Schadstoffe. Welche Sonnencremes mit "Sehr gut" abgeschnitten haben und warum du nicht jedes Produkt zwei Jahre in Folge verwenden solltest, erfährst du hier. 

Mehr dazu: Sonnenschutz: 5 Stellen, die gerne vergessen werden

Schadstoffe in Sonnencremes: Das musst du wissen

Auch in diesem Jahr steht der chemische und oftmals verwendete UV-Filter "Octocrylen" in der Kritik. Er wurde bei sieben der getesteten Cremes entdeckt. Dieser UV-Filter kann, wie hier bereits berichtet, in die Blutbahn gelangen und folglich den Hormonhaushalt stören. Gleiches gilt für den chemischen UV-Filter "Ethylhexyl Methoxy Cinnamat", welcher von den Experten als bedenklich eingestuft wurde. Ebenso verzichten solltest du auf Cremes, die PEG-Verbindungen bzw. halogenorganische Verbindungen aufweisen. Diese machen deine Haut durchlässiger für Fremdstoffe oder können Allergien auslösen. Hinzu kommen umweltschädliche Folgen, wenn die Sonnencremes inklusiver schädlicher UV-Filter und Kunststoffverbindungen im Wasser landen. Hier liest du mehr zu den gesundheitlichen und ökologischen Auswirkungen von Sonnenschutzmitteln.

Mehr dazu: Ist Sonnencreme umweltschädlich?

Sonnenschutz mit UV-Filter "Octocrylen": Ab in den Müll!

Im Vergleich zum Produkttest vom Vorjahr, wurde heuer besonders Acht auf den Problemstoff "Benzophenon" gelegt. "Wir haben die Sonnencremes erstmals auf 'Benzophenon' untersucht. Das ist ein neues Problem, das Anfang des Jahres durch eine große Studie ans Tageslicht gekommen ist", berichtet Christina Throl von Öko-Test. Dieser Stoff könne in großen Mengen krebserregend sein, wobei er beim Zerfall von  "Octocrylen" entsteht. Bedeutet also, dass jene alten Cremes mit diesem UV-Filter dieses Jahr am besten in den Müll wandern sollten. Der Grund: Mit dem Voranschreiten des Zerfall von "Octocrylen" könne sich der "Benzophenon"-Wert erhöhen. Stattdessen solle man sich neue Sonnenschutzmittel zulegen und auf mineralische und chemisch-organische Filter setzen.

Doch zu welcher Sonnenmilch im Supermarktregal greift man nun am besten? Überraschenderweise sagt der Preis wenig über die Qualität der Sonnencreme aus. Tatsächlich kam "Öko-Test" zu dem Ergebnis, dass Eigenmarken von Lebensmittelketten bzw. Discountern unbedenkliche chemische UV-Filter nutzen, weshalb sie die Note "Sehr gut" erhielten. Im Bericht von "Öko-Test" erfährst du mehr über die Ergebnisse zu den einzelnen Marken. Unabhängig davon gilt es den Blick beim nächsten Kauf einer Sonnencreme auch auf die Inhaltsstoffe zu richten, damit du dir im Sommer keine gesundheitsschädlichen Stoffe auf die Haut schmierst.

Mehr dazu: Wie lange ist Sonnencreme haltbar?

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