Fitness

Warum bekommen wir Blähungen nach dem Sport?

Tatsächlich kann durch falsches Atmen Luft beim Training in den Bauchraum gelangen und dort zu unangenehmem Völlegefühl und Blähungen führen.

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AaronAmat / iStock

Wer brav und regelmäßig Sport treibt, möchte sich danach besser, erholt und stark fühlen. Ein Blähbauch gehört hingegen zu den eher unliebsamen Mitbringseln. Aber wieso plagt uns nach einem schweißtreibenden Workout oft ein Bauchraum voll mit Luft? Eine "windige" Analyse…

Mehr dazu: 5 Top-Lebensmittel gegen Blähungen

Atmen, bis der Pups kommt

Ob wir vom Sporteln einen Dickbauch bekommen, hängt von unserer Atmung ab. Wenn wir einatmen, geht die Luft für gewöhnlich durch die Luftröhre in unsere Lungen. Dort gehört sie auch hin.

  • Bei großer Erschöpfung während des Trainings beziehungsweise einer Überanstrengung schnappen viele regelrecht nach Luft, wodurch diese auf Abwege gerät und durch die Speiseröhre in den Verdauungstrakt gelangen kann.
  • Die unerwünschte Bauchraumausweitung tritt vor allem bei Aktivitäten mit hohem Erschöpfungsfaktor auf. Das betrifft zum Beispiel das Laufen langer Strecken, intensives Radfahren oder Schwimmen.
  • Das Auftreten von Blähungen hängt aber vor allem mit der individuellen Fitness zusammen. So erleiden Hobby-Sportler, die eine eher geringe Kondition aufweisen, eher einen Sport-Blähbauch bei starker Belastung als routinierte Profis etwa wenn die Koordination von Rachenmuskulatur und Mund außer Kontrolle gerät.

Mehr dazu: 5 Top-Lebensmittel gegen Blähungen

Tiefes Atmen üben

Du möchtest hart trainieren, dich danach aber nicht jedes Mal wie ein Ballon fühlen? Dann arbeite an deiner Atmung! Die Wahrscheinlichkeit, dass Luft in die falsche Röhre kommt, sinkt, wenn du tief durch die Nase ein- und durch den Mund wieder ausatmest.

  • Hilfreich kann auch eine kurze Atemübung vor Trainingsbeginn sein: Atme dazu wie beschrieben langsam ein und aus. Achte dabei darauf, dass die Ein- und Ausatemsequenzen jeweils etwa sieben Sekunden dauern.
  • Eine weitere Übung zur Regulation der Atmung: Halte dir ein Nasenloch zu und atme 30 bis 90 Sekunden durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. Wiederhole das ganze mit dem anderen Nasenloch. Wenn alle Vorbeugung nichts hilft, solltest du die Luft einfach rauslassen, zum Beispiel durch Rülpsen.
  • Wenn du diese im Bauch behältst, wirst du dich unwohl fühlen. Zum "Entlüften" kannst du dich ja auf die Toilette zurückziehen. Beim Outdoor-Sport ist das natürlich noch praktischer: Wald und Wiese werden sich nicht an abgelassener Luft stören.

Mehr dazu: Holotropes Atmen: Was ist das?

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