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Was tun, wenn Familie & Co die Pandemie nicht mehr ernst nehmen?

Zur Begrüßung ein Bussi, zum Abschied eine Umarmung? So reagierst du auf Mitmenschen, die Corona nicht mehr ernst nehmen und Schutzmaßnahmen missachten.

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Locker bleiben & Vorsicht bewahren
fizkes / iStock

Im März fiel in Österreich der Startschuss zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Viele Hindernisse liegen nun hinter uns, Ausgangsbeschränkungen und andere Maßnahmen haben wir erfolgreich gemeistert. Und während das Ende oft unerreichbar schien, ist unsere Gesellschaft nun froh endlich die Ziellinie überquert zu haben. Alles wieder Friede, Freude, Eierkuchen? Leider ist dem nicht so, denn: Wir befinden uns immer noch mitten im Corona-Marathon. Wir zeigen dir 5 Tipps, wie du locker bleibst und dennoch Vorsicht bewahrst.

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Aktuelle Situation: Wie schlimm ist sie?

Die Corona-Zahlen steigen seit dem Fall der Maskenpflicht nun wieder deutlich an und wenngleich man hierzulande von einer stabilen Entwicklung spricht: Es wird dennoch an die Verantwortung jedes Einzelnen appelliert, weiter Vorsicht zu bewahren und Abstand zu halten.

Klingt ziemlich einfach in der Theorie, doch in der Praxis stellt uns die "neue Normalität" nun vor neue Herausforderungen. Denn auch, wenn die Ausgangsbeschränkungen längst hinter uns liegen, gilt es zu Menschen aus fremden Haushalten Abstand zu halten. Bedeutet: Kein Bussi Bussi, auch auf Umarmungen sollte man verzichten. Im Hinblick darauf, welche Krisen ältere Generationen in der Vergangenheit überwunden haben, ist diese Maßnahme durchaus zu vereinbaren.

Doch der Mensch ist ein Herdentier und schwimmt ungern abseits des Stroms. Wenn Familie und Freunde die Pandemie also auf die leichte Schulter nehmen, muss man schließlich klein beigeben, um nicht als Moralapostel abgestempelt zu werden – oder?

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Kein Bussi, Bussi

Nein, leider ist dieser Weg der falsche. Die Rede ist nicht von unnötiger Panikmache, auch die komplette Isolation steht nicht zur Debatte im Alltag. Und wenngleich sich das Sicherheitsgefühl der Menschen in unterschiedliche Richtungen entwickelt, gilt es die Gefahr ernst zu nehmen.

Klarerweise ist es für uns schwierig, den eingepflegten Normen zu trotzen. Es liegt in unserer Natur, höflich zu sein und Nähe zu unseren Liebsten zu suchen. Tatsächlich tun wir uns und unseren Mitmenschen aber einen Gefallen, lieber Vorsicht, anstatt Nachsicht zu verfolgen.

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Locker bleiben & Vorsicht bewahren

Doch wie geht man damit um, wenn Familie und Freunden zur Umarmung ausholen, du aber lieber Abstand halten möchtest? Hier erfährst du, wie du Lockerungen und Vorsicht miteinander vereinbaren kannst:

  • Reden, reden, reden: Offene Kommunikation ist auch hier ein wichtiger Schlüsselbegriff. Natürlich sollte man das Gegenüber dabei nicht verurteilen oder eine Predigt halten, sondern viel eher das Gespräch suchen. Meist hilft es auch mit Daten und Fakten die eigene Meinung zu untermauern.
  • Virtual hugs: Zur Begrüßung ein Bussi, zum Abschied eine Umarmung? Lieber nicht! Triffst du auf einen Bekannten, teile ihm gleich zu Anfang deinen Standpunkt mit. Auf Unverständnis zu stoßen, mag unangenehm sein – dennoch verlangt uns diese kleine Maßnahme nur wenig ab.
  • Unterstützung anbieten: Eine Krise bedeutet Stress, Veränderung und Unbehagen. Gerade dann suchen wir die Nähe zu unseren Freunden und Bekannten, die uns die Sicherheit und Geborgenheit geben, die wir brauchen. Zurecht: Allerdings kannst du deinen Mitmenschen auch ohne körperliche Nähe unter die Arme greifen. Frage am besten, wie du helfen kannst und zeige Verständnis für die Bedürfnisse deiner Liebsten.
  • Verantwortungsvoll handeln: Ja, der Mund-Nasen-Schutz muss prinzipiell nur noch in Öffis, Taxis, Apotheken und dort getragen werden, wo der Mindestabstand nicht eingehalten wird. (Österreich) Der Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres rät aber dennoch dazu, die Maske in Innenräumen zu nutzen, da so die Übertragung minimiert werden kann. Auch regelmäßiges Händewaschen ist weiterhin (und sollte immer) am Tagesplan stehen.
  • Grenzen setzen: Solltest du auf großes Unverständnis bei deinen Mitmenschen stoßen, ist es auch in Ordnung "Nein" zu sagen. Auch die herzliche Ausladung von einer Party ist kein No-Go, wenn du es um dein Wohlbefinden geht. Es ist schließlich kein "Auf nie mehr wiedersehen" sondern ein "Bis bald".

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