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Toxische Männlichkeit: 4 Instagram-Accounts, die positive Rollenbilder für Männer vermitteln

Damit Männer sich von toxischer Männlichkeit lösen können, braucht es positive Vorbilder, die zeigen, wie es anders geht. Diese 4 Instagram-Accounts machen's vor!

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Positive Rollenbilder Instagram

yasinemir / iStock

"Sei ein Mann! Ein Indianer kennt keinen Schmerz!" – Worte, die Männer nur zu gut kennen. Sie "müssen" stark sein für die Familie, als Beschützer einstehen und das Geld einbringen. Nicht nur Frauen werden von patriarchalischen Erziehungsmustern unterdrückt: Auch Männer leiden unter den Erwartungshaltungen der Gesellschaft. Was heranwachsende Jungen, Väter und andere männliche Personen dieser Welt brauchen, sind Vorbilder, die toxische Männlichkeit hinterfragen und das eindimensionale Männerbild neu definieren. Wir präsentieren dir vier Instagram-Accounts, die mit positivem Beispiel voran gehen.

Mehr dazu: Studie: Junge Männer fühlen sich häufiger einsam

Auch Männer leiden unter patriarchalischen Strukturen

Während in der Vergangenheit besonders Geschlechterrollen- und Stereotype der Frau in Frage gestellt wurden, schließen feministische Bewegungen die Bedürfnisse von Männern keineswegs aus. Auch sie sind von patriarchalischen Strukturen und Normen betroffen, die ihnen schaden. Verschiedenste Studien belegen, dass Männer deutlich häufiger Suizid begehen, als Frauen.

  • So lag die Suizidrate in Österreich bei männlichen Personen im Jahr 2018 bei 23,4 / 100.000 Personen, bei weiblichen Personen hingegen bei 5,5 / 100.000.
  • Männer sind also rund vier-mal häufiger betroffen als Frauen.

Als Ursache benennen Experten ungesunde Bewältigungsmechanismen: Denn unsere Gesellschaft erwartet von Männern, dass sie stets stark sind und sich dem Leistungsdruck der Gesellschaft hingeben. Über Gefühle reden ist Tabu, weinen eine Seltenheit und um Hilfe zu bitten ein Zeichen von Schwäche. So zumindest die Geschlechterstereotype, die Jungen von klein auf vermittelt bekommen. Derartiges Verhalten, welches einerseits der Gesellschaft, vor allem aber dem Mann selbst schadet, wird als "toxische Männlichkeit" bezeichnet. Doch wie das Projekt der Fotografin Maud Fernhout "What 'Real' Men Cry Like" zeigt, schließen sich Tränen und Mannsein nicht gegenseitig aus.

 

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Ein Beitrag geteilt von Louisa Dellert (she/her) (@louisadellert)

Weg vom einseitigen Männerbild und hin zur Vielfalt

Umso wichtiger ist es, dass auch Männer aus alten Denkmustern ausbrechen, sich von ungesunden Normen lösen und lernen, dass Sensibilität keine Schwäche ist. Denn es ist absolut in Ordnung über Gefühle zu sprechen, anstatt sie zu unterdrücken. In Karenz zu gehen ist nicht per se "Frauensache", auch Männer sollten mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen dürfen – und zwar ohne, dass unsere Leistungsgesellschaft Väter mit erhobenem Zeigefinger tadelt. Hilfe zu suchen ist stark und in männlichen Freundeskreisen nicht nur oberflächlich über Probleme zu reden mutig. Toxische Männlichkeit zu erkennen, kann ein schmerzhafter Prozess sein. Dennoch ist dieser Schritt wichtig, damit auch Männer von einer Zukunft ohne schädliche Strukturen profitieren können. Die folgenden Vorbilder auf den nächsten Slides zeigen dir, wie du aus toxischen Verhaltensmustern ausbrichst, um so das Männerbild neu zu definieren.

Mehr dazu: Gewalt gegen Frauen: Männer müssen Zivilcourage zeigen

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