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Die Diät für die Haut: So funktioniert Skin-Fasting

Du möchtest deiner Haut eine Pause gönnen? Dann setze sie auf Diät! Wir erklären dir, wie Skin Fasting funktioniert.

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Skin Fasting
svetikd / iStock

Wenn wir fasten, möchten wir, dass sich unser Körper regeneriert und erholt. Dasselbe können wir auch für unsere Haut tun! Mit Skin Fasting sollen wir das größte Organ unseres Körpers komplett von Pflegeprodukten befreien. Doch tut das unserer Haut wirklich gut?

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Was ist Skin Fasting?

Der Trend des Skin Fastings kommt aus Japan und bezeichnet den Verzicht auf Pflegeprodukte für einen gewissen Zeitraum. Das soll unsere Haut auffrischen und ihr dabei helfen, sich zu regenerieren. Lässt du die Finger von Cremes, Reinigungsmitteln und Masken, dann hat die Haut genug Zeit ihren natürlichen Schutzmantel wieder aufzubauen. Denn je mehr Produkte wir auf unsere Haut "klatschen", desto geschädigter wird sie.

Es gibt zwei Arten des Skin Fastings: 

  • Die erste Variante untersagt den Einsatz von sämtlichen Beauty- oder Pflegeprodukten. All nude, also!
  • Die zweite Variante empfiehlt eine reduzierte Form der täglichen Pflege bzw. eine minimalistische Beauty-Routine. Weniger ist mehr!

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Ist Skin-Fasting wirklich nützlich?

"Durch den kompletten Verzicht auf Pflegeprodukte entzieht man der Haut Feuchtigkeit und Lipide, die die natürliche Barriere der Haut stärken und sie somit vor Umweltverschmutzung und Wettereinflüssen schützen", erklärt Dermatologin Anna Brandenburg gegenüber dem Magazin Harper's Bazaar. Das bedeutet, dass diese Haut-Diät zwar nicht schlecht wäre, sie aber auch gleichzeitig dazu beiträgt, dass unsere Haut nicht richtig geschützt wird.

Laut Brandenburg "erfüllen Pflegeprodukte auch immer einen bestimmten Sinn". Wer unter Akne leidet, ist also auf Reinigungsprodukte mit entzündungshemmenden Wirkstoffen angewiesen. Wer den täglichen Sonnenschutz weglässt, beschleunigt den Prozess der Hautalterung, da unsere Haut den UV-Strahlen ausgeliefert ist. Setzt man plötzlich Produkte mit Retinol (starke Form von Vitamin A, vermehrt in Anti-Aging-Produkten enthalten) ab, werden regenerierende Prozesse wie Zellaufbau und die Kollageinbildung der Haut unterbrochen.

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Lieber ein wenig, anstatt gar nichts

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der komplette Verzicht auf Pflegeprodukte nicht der richtige Weg ist. Besser wäre es, die Anzahl der verwendeten Produkte zu reduzieren: "Zu viele verschiedene Produkte und zu viele Lagen übereinander ergänzen sich nicht immer optimal", findet die Dermatologin. Wer unzählige Cremes, Seren & Co verwendet, riskiert, dass der natürliche Schutzmantel der Haut angegriffen wird. Das führt zu Rötungen, Irritationen und verstopften Poren. Die Expertin rät daher, lieber zu einer Kombination aus Tagescreme, Lichtschutzfaktor und einer Tönung zu greifen.

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Darauf solltest du bei der Hautpflege setzen

"Bei körperidentischen Substanzen wie etwa Hyaluronsäure ist das allergene Potenzial, das zu Hautirritationen führen kann, sehr gering", sagt Brandenburg. Wer die Hyaluronsäure mit einem Sonnenschutz kombiniert, verhindert so eine Überpflege der Haut. Auch der Verzicht auf das wöchentliche Peeling kann helfen, den natürlichen Schutzmantel der Haut zu stärken, besonders wenn deine Haut feinporig und rein ist!

Wichtig: Wenn du für ein bis zwei Wochen deine Beauty-Routine reduzierst, dann stürze dich kurz darauf nicht erneut auf unzählige Hautpflegeprodukte. Gib' deiner Haut genügend Zeit sich zu erholen und die neuen bzw. "alten" Produkte wieder "anzunehmen".

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