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Warum wachsen unsere Kopfhaare immer weiter?

Ihre Kopfhaare wachsen regelmäßig weiter und Ihre restliche Körperbehaarung erreicht nur eine bestimmte Länge? Wir klären Sie auf wieso das so ist!

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Eine Genveränderung in unserem Körper trägt dazu bei, dass nur unsere Kopfhaare wachsen, aber nicht die restliche Körperbehaarung.
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Sie rasieren sich regelmäßig Ihre behaarten Körperstellen und auch, wenn Sie die Rasur einmal auslassen, scheinen Ihre Achsel– oder Beinhaare im Vergleich zu Ihrer Kopfbehaarung nicht viel länger zu werden? Diese Annahme ist nicht ganz richtig, denn jedes Haar hört irgendwann auf zu wachsen. Allerdings bei ganz verschiedenen Längen.

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Haarige Fakten

Unsere Körperhaare haben alle eine unterschiedliche "Lebensdauer", die sich von Monaten bis Jahre erstrecken kann. Ein Wachstumszyklus eines Haares wird in Wachstumsphase, Ruhephase und Ausfall aufgeteilt.

  • Die Wachstumsphase eines Kopfhaares beträgt bis zu sechs Jahren, Beinhaare wachsen jedoch nur drei Monate und fallen dann aus.
  • Durchschnittlich verliert ein gesunder Mensch bis zu 100 Haare am Tag. Doch keine Sorge, das ist nicht sonderlich viel, da unser Körper 100.000 einzelne Kopfhaare besitzt.
  • Unsere Mähne ist auch unglaublich stark: Das Kopfhaar eines Menschen kann bis zu 12 Tonnen Gewicht oder zwei ausgewachsene Elefanten tragen.
  • Rote Haare gehören zu den seltensten überhaupt. Nur ein Prozent der Weltbevölkerung schmückt seine Mähne mit einem natürlichen Rot.

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Evolutionäre Veränderungen

Doch was ist nun der wahre Grund, dass unsere Kopfhaare wachsen und die restliche Körperbehaarung nicht? Der britische Primatologe Adrian Barnett fand die Lösung:

  • Die Ursache dafür ist die evolutionäre Entwicklung des Körpers und die Genveränderung, die vor 240.000 Jahren erstmals passierte. Etwa zur selben Zeit entdeckten unsere Vorfahren auch das Feuer und nutzten dieses, um sich zu wärmen und zu kochen.
  • Die starke Körperbehaarung wurde mit der Zeit eher ein Nachteil, denn die stärkere Anfälligkeit für Parasiten, die Verdeckung der Geschlechtsmerkmale und das vermehrte Schwitzen war für die Frühmenschen problematisch.
  • Dadurch bildete sich das damalige "Fell" zurück und verschwand vermehrt auch im Gesicht. Von nun an wurde dem Kopfhaar mehr Aufmerksamkeit geschenkt, da eine lange und gepflegte Haarpracht ein Zeichen für einen hohen sozialen Status war.
  • Um die damalige Frisur in Zaum zu halten, mussten die Frühmenschen Vertraute oder Helfer suchen, die ihnen bei der Pflege zur Hand gingen. Dies zeugte von einer starken gesellschaftlichen Anerkennung.
  • Barnett ist der Meinung, dass bestimmte Frisuren dazu dienten, um die Menschen einer jeweiligen Gruppenzugehörigkeit zuzuordnen. Deswegen könnten heute noch ungepflegte und verfilzte Haare als ein Zeichen der unteren Gesellschaftsschicht gelten.

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