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5 tierische Inhaltsstoffe im Lippenstift

Menschen, die sich vegan ernähren, wollen auch bei Kosmetika möglichst auf tierische Bestandteile verzichten. Besonders Lippenstifte sind voll davon, wie folgende 5 Beispiele zeigen.

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Frau mit Lippenstift
jakubzak / iStock

Es ist oft schwierig genug, als Veganer oder Vegetarier Tierisches beim Essen auszusparen oder es überhaupt als solches zu entlarven. Vor allem in Fertigprodukten verstecken sich häufig tierisches Fett, Gelatine oder Milchpulver. Auch in der Kosmetikindustrie werden vielfach Bestandteile des Tieres verwendet, in manchen Produkten besonders häufig. Neben Anti-Aging-Cremes, Duschgels und Haarpflegemitteln, sind es vor allem die Lippenstifte, die nicht vegetarisch und schon gar nicht vegan sind.

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  1. Kollagen

    Kollagen ist ein natürlich vorkommendes Protein und ein Baustein der Haut. Es hilft bei der Wundheilung und hält die Haut geschmeidig. Das meiste in der Kosmetikindustrie verwendete Kollagen wird aus tierischem Bindegewebe gewonnen. Zwar werden teilweise auch Produkte mit pflanzlichem Kollagen angeboten, am Label lässt sich das aber meist nicht ablesen. Im Grunde sind Sie nur mit jenen Marken auf der sicheren Seite, die ihren Lippenstift als vegan deklarieren.

  2. Guanin

    Ihr Lippenstift hat einen verführerischen Schimmer? Dieser stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Protein namens Guanin, das die Industrie aus Fischschuppen gewinnt. Alternativen sind unter anderem künstliche Perlen- oder Bronzepartikel.

  3. Talg

    Die fettende, pflegende Eigenschaft unseres Lippenstifts haben wir oft dem darin verarbeiteten Talg zu verdanken. Dieser Talg kommt in den meisten Fällen von Rinderfett, das unter anderem auch für Kerzen oder Seifen verwendet wird. Häufige Synonyme sind Sodium Tallowate, Talgsäure, Talgfettaminoxethylat oder Talgamin, im Englischen Polyethoxylated tallow amine (POEA), Tallowamin, tallow amine, talloweth-6, tallow glycerides oder tallow imidazoline. Wer sich kein Rinderfett auf die Lippen schmieren mag, kann auf Pflanzentalg oder Paraffin ausweichen. Paraffin steht aber auch unter Kritik, da Kohlenwasserstoffe aus dem Mineralöl in den Körper gelangen können.

  4. Lanolin

    Besser bekannt ist Lanolin als Wollwachs. Es bezeichnet das Sekret aus den Talgdrüsen von Schafen, gewonnen wird es bei der Wäsche von Schafwolle. Im Grunde handelt es sich also um Schaffett, das vergleichbar mit dem Fett ist, dass unsere Haare nach ein paar Tagen ohne Dusche ölig glänzen lässt. Lanolin wird im Lippenstift als Feuchtigkeitspflege und Konservierungsstoff genutzt. Alternativ kommen Pflanzenöle wie Kokosöl zum Einsatz.

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  5. Karmin

    Ein häufig eingesetzter Inhaltsstoff in Kosmetika ist Karmin (auch Karmesin, Cochenille), ein Farbstoff aus den Panzern von weiblichen Schildläusen. Für ein Kilogramm werden etwa 100.000 Tiere benötigt, die getrocknet und anschließend mit Wasser und Schwefelsäure gekocht werden. Der damit erzielte Farbton ist Scharlachrot, der bei Lippenstiften besonders beliebt ist. Heute wird häufig synthetisches Karmin anstatt dem aus Läusen benutzt. Statt Karmin enthalten vegane Produkte oft Farbstoffe aus der roten Rübe, Annatto (Gewürz aus den rötlich-gelben Samen des Orlean-Strauchs) oder Alkanet (Schminkwurz).

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