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Leiden Sie unter Mundtrockenheit?

Stark gewürzte Gerichte oder Flüssigkeitsmangel sind häufige Ursachen für das Trockenheitsgefühl im Mund. Aber auch Krankheiten und andere Indikatoren können verantwortlich sein.

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Frau leidet unter Mundtrockenheit und streckt vor dem Spiegel die Zunge raus
4FR / iStock

Trinken wir zu wenig, essen stark gewürzte Speisen oder durchleben stressige Zeiten, kann sich der Mund schon einmal trocken anfühlen. Verschwindet das Trockenheitsgefühl nach einem Schluck Wasser nicht, sondern bleibt sogar dauerhaft bestehen, spricht man von Xerostomie, einer Mundtrockenheit.

Fühlt sich der Mund langfristig trocken an, sollte den Ursachen auf den Grund gegangen werden.

Warum Speichel so wichtig ist

Drei große und mehrere kleine Speicheldrüsen produzieren den Speichel im Mund. Speichel ist für die Selbstreinigung im Mund wichtig, er beugt Parodontitis und Karies vor. Speisereste werden entfernt und die Säure jener Bakterien, die Karies verursachen, neutralisiert. Zudem unterstützt Speichel den Zahnschmelz bei der Remineralisierung und hält das Milieu der Mundschleimhaut im Gleichgewicht.

Alarmierend: Gelangen die Bakterien und Keime, die Infektionen im Mundraum hervorrufen, in die Blutbahn, können Blutgerinnungsstörungen, Herzinfarkt oder Schlaganfall die Folge sein.

Symptome bei Mundtrockenheit

Menschen, die unter einem trockenem Mund leiden, berichten neben dem unangenehmen Trockenheitsgefühl auch von folgenden Begleiterscheinungen:

  • Kaubeschwerden bei harten, trockenen Speisen
  • Brennen im Mundraum
  • Mundgeruch
  • schmerzende Zunge
  • Risse in der Zunge
  • Trockene Lippen
  • Schluckbeschwerden
  • Schwierigkeiten beim Sprechen
  • Geschmacksstörungen

Ursachen für Mundtrockenheit – und was man dagegen tun kann

Die Gründe für einen trockenen Mund sind vielfältig. Häufig leiden besonders ältere Menschen an einer Mundtrockenheit, da die Speichelproduktion mit dem Alter abnimmt.

Oft muss auch genauer hingesehen werden, bis die Ursache klar ist. Manchmal spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Lesen Sie in der Tabelle, welche Gründe ein trockener Mund haben kann und welche Maßnahmen Sie setzen sollten:

Ursache  Maßnahme
Ernährung Stark gewürzte und scharfe Speisen sowie Gerichte, die viel Salz und Zucker enthalten, fordern die Mundschleimhäute heraus. Saure Lebensmittel sowie Kauen (z.B. Karotten oder Kaugummi) regen den Speichelfluss an. Viel trinken.
Flüssigkeitszufuhr Viele Betroffene, vor allem ältere Menschen, nehmen zu wenig Flüssigkeit zu sich. Ausreichend und regelmäßig über den Tag verteilt ungesüßten Tee oder Wasser trinken.
Genussmittel Zu viel Kaffee, Nikotin und Alkohol sowie Drogen können die Mundschleimhaut austrocknen. Verzichten sie auf übermäßigen Kaffee- und Alkoholkonsum sowie auf Nikotin oder Drogen.
Krankheiten Hat der Körper mit Krankheiten zu kämpfen, ist verminderter Speichelfluss eine Folge. Stoffwechsel- oder Autoimmunerkrankungen, aber auch Infektionen, Fieber sowie Magen-Darm-Infekte können für den trockenen Mund verantwortlich sein. Abhängig von der Krankheit sollten Therapiemöglichkeiten mit dem Arzt besprochen werden oder eine Genesung abgewartet werden.
Medikamente Antibiotika, Antidepressiva, Beruhigungsmittel sowie Blutdruck senkende Arzneien können Mundtrockenheit verursachen.
Auch während einer Strahlen- und Chemotherapie trocknen die Schleimhäute im Mundraum aus.
Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt über eine alternative Medikation.
Mundatmung Oft trocknet das Atmen mit offenem Mund die Schleimhäute aus, z.B. im Schlaf. Auch Schnarchen begünstigt einen trockenen Mund. Versuchen Sie,  Mundatmung zu vermeiden. Wer durch die Nase schwer atmen kann, sollte das Problem von einem HNO abklären lassen.
Psyche Stress, Angst und Nervosität vermindern den Speichelfluss. Vermeiden Sie Hektik und Stresssituationen; integrieren Sie Entspannungstechniken wie Progressive Muskelentspannung in Ihren Alltag.

Nehmen Sie bei Bedarf professionelle Hilfe in Anspruch.

Speicheldrüsen Eine funktionelle Störung der Speicheldrüsen, etwa eine Verstopfung oder Infektion, kann die Ursache sein. Wurde eine Störung der Speicheldrüsen diagnostiziert, setzt der behandelnde Arzt entsprechende Maßnahmen.

Hilft es nicht, die Beschwerden zu lindern, können spezielle Speichelersatzpräparate den Mundraum befeuchten.

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