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Bärenklau: Gefährliches Unkraut führt zu Vebrennungen

In England musste einem Mann nach Kontakt zu einer giftigen Pflanze beinahe das Bein amputiert werden. Der Bärenklau wächst auch in Österreich.

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Bärenklau führt zu Verbrennungen
Yulia-B / iStock

In England geht im Moment die Geschichte eines Mannes durch die Medien, der nach dem Unkrautjäten furchtbare Schmerzen und Verbrennungen am Bein erlitt. Ursache war der Kontakt mit der Pflanze Riesen-Bärenklau (auch Herkulesstaude), die auch in Österreich gedeiht. Was Sie über das Gewächs und die Symptome wissen müssen, lesen Sie hier.

Mehr dazu: Verbrennungen wegen Pflanze und Sonnenlicht?

Supergau dank Bärenklau

  • Der junge Mann arbeitete an einem heißen Tag im Garten.
  • Dabei zog er sich einen kleinen Kratzer am Bein zu.
  • Wenige Tage danach entwickelten sich große und schmerzhafte Blasen am Bein.
  • Kurze Zeit später brach er zusammen, das Bein musste beinahe amputiert werden.
  • Bei einer Not-OP wurden die befallenen Bereiche der Haut entfernt, vermutlich benötigt er noch einen weiteren Eingriff, um die Wunde auszuwaschen sowie eine Hauttransplantation.

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Schuld an diesem schlimmen Gesundheitszustand ist eine harmlos anmutende Pflanze, der Bärenklau:

Bärenklau ist gefährlich

Der Bärenklau ist eigentlich eine Zierpflanze aus dem Kaukasus. Eine Berührung davon vergisst man nicht so schnell, vor allem dann nicht, wenn die Haut zusätzlich Sonnenlicht ausgesetzt ist:

  • Die bloße Berührung der Pflanze reicht aus, um schwer abheilende Verbrennungen zu verursachen.
  • Die Haut färbt sich rot und/oder schwarz und zeigt typische Verbrennungssymptome.
  • Hinzu können starker Juckreiz, Schwellungen und Blasenbildung kommen.
  • Die Beschwerden treten oft nicht akut auf, sondern dann, wenn die UV-Strahlung das Gift auf der Haut aktiviert.

Was tun, wenn der Bärenklau berührt wurde?

  • Bei Verdacht auf Kontakt zur Giftpflanze waschen Sie die betroffenen Hautareale gleich mit Wasser ab, das schafft aber nur bedingt Abhilfe.
  • Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders aber der Pflanzensaft.
  • Schützen Sie die Haut dann mindestens 48 Stunden vor Sonnenlicht, denn in diesem Zeitraum können die Toxine noch zu Problemen führen.
  • Suchen Sie zur Sicherheit auf jeden Fall einen Arzt auf.
  • Bedenken Sie, dass für einen toxischen Effekt nicht immer eine Berührung mit der Pflanze stattfinden muss. Wenn es besonders heiß ist, gibt der Bärenklau das Gift auch an die Luft ab und kann auf diese Weise zu Atemnot führen.

Wie erkenne ich den Bärenklau?

  • Den Riesen-Bärenklau erkennen sie an den großen grünen/weißen Blütenständen, die ein wenig an die harmlose Schafgarbe (aber viel kleinere) Schafgarbe erinnert.
  • Die Stängel sind behaart und rot gesprenkelt.
  • Die Pflanze wird bis zu 3 Meter hoch.
  • Verbreitet ist der Bärenklau in ganz Österreich, vor allem aber in Vorarlberg.
  • Bei der Entfernung der Pflanze sollten Augen und Haut unbedingt geschützt werden, im Zweifel sollten Sie besser einen Profi zurate ziehen.

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