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Öko-Test: Mineralöl in beliebten Handcremen gefunden

Das Verbrauchermagazin Öko-Test untersuchte 50 Handcremen. Das Ergebnis: Besonders viele Markenprodukte wiesen gesundheits- und umweltschädliche Stoffe auf.

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Öko-Test untersuchte 50 Handcremen
LaylaBird / iStock

Haben Sie oft rissige und trockene Hände, die Sie gerne mit Handcremen pflegen? Dann sollten Sie in Zukunft besser auf bestimmte Produkte verzichten, denn besonders Markenprodukte sind im neuen Öko-Test durchgefallen.

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Marken Dove, NeutrogenaO'Keeffe's im Test durchgefallen

Das Verbrauchermagazin untersuchte 50 Handcremen aus Drogerien, Supermärkten, dem Biofachhandel und dem Reformhaus. Im Test schnitt die Hälfte der Produkte mit "Sehr gut" ab, darunter waren alle Naturkosmetik-Cremen. Elf weitere Produkte wurden mit "gut" bewertet, neun erhielten die Benotung "mangelhaft" oder "ungenügend". Die Marken Dove, Neutrogena und O'Keeffe's beinhalteten sämtliche Problemstoffe, die haut- sowie umweltschädlich sein können.

Problematische Stoffe im Test: 

  • Mineralölbestandteile
  • mineraölbasierte Fette und Wachse
  • synthetische Polymere
  • fortpflanzungsschädigender Duftstoff Lilial

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Konservierungsstoffe & MOAH

Handcremen, die speziell für empfindliche und strapazierte Haut entwickelt wurden, gehören zu den "mangelhaften" Produkten. Die O'Keeffe's Working Hands Handcreme fiel dabei besonders negativ auf: Sie wies das Konservierungsmittel Diazolidinyl Urea auf, welches Formaldehyd freisetzen kann. Formaldehyd ist ein krebsverdächtiger Stoff, der schon in geringen Mengen, die Schleimhäute reizen und Allergien auslösen kann – über die Atemluft aufgenommen, gilt er als krebserregend.

Die Problemstoffe Polyethylenglykole und chemisch verwandte Stoffe (PEG) wurden in acht Produkten entdeckt. Sie machen die Haut anfälliger für Fremdstoffe und dürfen in Naturkosmetik nicht eingesetzt werden. Künstliche paraffinhaltige Stoffe und Silikone wurden in sechs Produkten von

  • Neutrogena,
  • L'Occitane,
  • Dove,
  • Atrix,
  • Herbacin
  • und Eubos festgestellt, die zum fetten eingesetzt werden

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Kunststoff auch in Handcremen

Mineralölrückstände (MOAH) wurden in Produkten von Dove, Atrix und Neutrogena gefunden. Der Einsatz von Lilial ist in sieben Cremen nachgewiesen worden, der bei Tierversuchen als fortpflanzungsgefährdend eingeschätzt wird. In Mixa Reparierende Handcreme von L’Oréal ist unter anderem auch der Duftstoff Hydroxycitronellal enthalten, der als Allergieauslöser bekannt ist.

Laut dem Öko-Test sind die Hautcremen auch umweltschädlich: Synthetische Polymere (Kunststoffe) stecken also nicht nur in der Verpackung, sondern auch in den Produkten selbst. 21 Cremen bekamen dafür einen Notenabzug bei der Bewertung.

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Diese Cremen fielen im Test durch

  • Atrix Intensive Schutzcreme
  • Bepanthol Handbalsam
  • Dove Pflege Geheimnisse Handcreme Kokos- und Mandelduft
  • Eucerin pH5 Handcreme 
  • L'Occitane Dry Skin Hand Cream 
  • Neutrogena Sofort einziehende Handcreme 
  • O'Keeffe's Working Hands Handcreme 

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Das sollten Sie beim Kauf beachten

  • Verzichten Sie auf Cremen, die mineralölbasierte Fette und Wachse wie Paraffinum liquidum oder Cera Microcristallina enthalten. Diese könnten mit MOAH verunreinigt sein.
  • Lassen Sie Produkte mit der Bezeichnung "Butylphenyl Methylpropional" lieber im Regal stehen. Dahinter verbirgt sich der problematische Duftstoff Lilial.
  • Greifen Sie lieber zu Naturkomsetik! Problemstoffe wie PEG, Paraffine und Silikone dürfen in diesen Produkten nicht zum Einsatz kommen.
  • Synthetische Polymere in Handcremen erkennen Sie an den Begriffen Acrylat- und andere Co- und "Crosspolymere", (Sodium) Carbomer, (Sodium) Polyacrylamid und Polyquaternium-10.

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