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Studie: Ältere Mamas & Papas haben bravere Kinder

Beeinflusst das Alter der Eltern die psychische Gesundheit des Nachwuchses? Forscher untersuchten in einer Studie das Verhalten von knapp 33.000 Kindern.

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Forscher entdeckten, dass Kinder von älteren Eltern gehorsamer und weniger aggressiv sind.
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Immer mehr Frauen und Männer setzen ihre Familienplanung ein paar Jahre später an, um sich ihrer Karriere zu widmen. Dass Frauen nun auch knapp um das 40. Lebensjahr schwanger werden, ist keine Seltenheit mehr – und das, obwohl Mediziner häufig vor einem erhöhten Risiko für Schwangerschaftskomplikationen warnen.

Niederländische Forscher untersuchten nun, ob sich das Alter der Eltern auch auf das Verhalten des Nachwuchses auswirkt. Die Studie wurde in dem Fachjournal Child Development veröffentlicht.

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Weniger Aggressionen und Widersprüche

Für die Untersuchung analysierten die Wissenschafter das Verhaltensmuster von 32.892 niederländischen Kindern im Alter von 10-12 Jahren. Das Alter der Eltern variierte bei den Müttern von 16-48 Jahren, bei den Vätern von 17-68 Jahren. Verhaltensauffälligkeiten der Kinder wurden während der gesamten Studie von Eltern, Lehrern und den Probanden selbst aufgezeichnet sowie bewertet.

  • Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder, die von älteren Frauen und Männern geboren und erzogen wurden, weniger aggressiv oder ungehorsam waren.
  • Das unauffällige Verhalten der jungen Teilnehmer blieb auch nach dem Vergleich der soziologischen Unterschiede der Familien bestehen. Das deutet darauf hin, dass das Einkommen der Elternteile keinen direkten Einfluss auf das Verhalten des Nachwuchses hat.
  • In Bezug auf "interne Verhaltensstörungen" (z.B. Depressionen, Angsstörungen) konnte keine Beeinflussung des Alters der Mütter und Väter nachgewiesen werden.

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Studienergebnisse nicht verallgemeinern

"Die Beweise deuten auf einen Zusammenhang zwischen dem Alter des Vaters und einem Autismus– sowie Schizophrenierisiko hin. Deshalb wollten wir herausfinden, ob es in der Allgemeinbevölkerung einen Zusammenhang zwischen dem Alter der Eltern und Verhaltensstörungen bei Kindern jenseits der klinischen Diagnosen gibt", erklärt Studienleiterin Marielle Zondervan-Zwijnenburg in einer Pressemitteilung. Die Studienautoren weisen darauf hin, dass sie sich ausschließlich auf

  • externe Verhaltensstörungen wie Autismus oder übersteigerte Aggressionen
  • und interne Verhaltensstörungen wie Depressionen und Angstzustände

konzentriert haben. Laut den Wissenschaftern sollten die Studienergebnisse nicht verallgemeinernd auf andere Probleme bei Kindern wie Aufmerksamkeits– oder Kognitionsprobleme zurückgeführt werden.

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Weitere Studien ausständig

Der Grund, warum ältere Mütter und Väter weniger aggressivere oder ungehorsame Kinder haben, könnte in der Kapazität der Ressourcen und dem Bildungsniveau der Eltern liegen. Bis dato kann jedoch nicht vollständig erklärt werden, warum Kinder von älteren Elternteilen seltener an externen Verhaltensproblemen leiden. Die Forscher haben zu diesem Thema weitere Studien geplant.

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