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Studie zeigt: Schon 5 Zigaretten täglich schaden der Lunge

Forscher fanden heraus, dass auch nur "ein paar Zigaretten" täglich die Lungengesundheit stark belasten können.

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Wenig rauchen schadet ebenfalls der Lunge
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Sie sind Gelegenheitsraucher oder rauchen weniger als zehn Zigaretten täglich? Der Mythos, dass Sie dadurch gesunder leben oder Ihre Lunge weniger belasten, ist leider falsch. Wie die Forschungsergebnisse einer amerikanischen Studie zeigen, sind fünf Zigaretten täglich fast genauso schädlich, wie der Konsum von zwei Zigarettenschachteln.

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Wenig Rauchen schädigt die Lunge

Für die Studie analysierten die Wissenschafter der Columbio University Daten von 25.352 Erwachsenen, die ihre Lunge zwischen 1983 und 2014 mindestens zweimal getestet hatten. Die Forscher verglichen dabei die Lungenfunktion der Probanden miteinander.

  • Sie fanden heraus, dass die Lungenfunktion bei leichten Rauchern (bis zu fünf Zigaretten täglich) schnell abnimmt – das ähnelt sehr den Eigenschaften von starken Rauchern.
  • Zum Vergleich: Ein leichter Raucher verliert jährlich rund 7,65 Milliliter Lungenkapazität, ein starker Raucher circa 11,24 Milliliter.

Laut den Studienautoren bedeutet das, dass ein Jahr "wenig Rauchen" für die Lungenkapazität genauso schlecht sein kann, wie neun Monate starkes Qualmen.

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"Leichte Raucher" weisen erhöhtes Erkrankungsrisiko auf

"Viele Menschen gehen davon aus, dass das Rauchen von ein paar Glimmstängeln täglich nicht so schlimm ist", sagt Studienleiterin Elizabeth Oelsner. "Aber es stellt sich heraus, dass die Differenz in der Lungenfunktion zwischen "leichten Rauchern" (bis zu fünf Zigaretten täglich) und schweren Rauchern (zwei Schachteln täglich) relativ klein ist." Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass auch Personen, die wenig rauchen ein größeres Risiko aufweisen, an chronischer Bronchitis oder Krebs zu erkranken, als bisher angenommen.

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Lunge regeneriert sich 30 Jahre lang

Die Wissenschafter entdeckten auch, dass sich die Lunge nach dem Rauchstopp nicht so schnell erhohlt wie erwartet. Dafür analysierte das Forscherteam erneut alte Studienergebnisse, die die Lungenkapazität von Ex-Rauchern untersuchte.

  • Dabei fanden sie heraus, dass der Zigarettenverzicht die Lungenkapazität (im Vergleich zu einem Raucher) um etwa acht Milliliter jährlich steigert.
  • Die Aussage, dass sich die Lungenfunktion anschließend wieder "normalisiert", ist nicht ganz richtig. Bis die Lungenfunktion wieder den Ausgangswert vor der ersten Zigarette zurückerlangt, benötigt sie circa 30 Jahre Regenerationszeit – Tendenz steigend.

Wer nun glaubt, dass es aufgrund dieser Erkenntnisse egal ist, wie viel man raucht, sollte diese Einstellung nochmal überdenken. Die Studienautoren möchten mit ihrer Studie vor allem dazu anregen, mit dem Rauchen aufzuhören. Jeder Raucher, der die Motivation und Willensstärke hat, auf seine Gesundheit zu achten, kann auch auf den Glimmstängel vollständig verzichten. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

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