News

Das bedeuteten die Farben der Corona-Ampel

Laut der österreichischen Bundesregierung ist die neue Corona-Ampel ab sofort in Betrieb. Was die jeweiligen Farben zu bedeuten haben und wie sich das auf neue Maßnahmen auswirkt, liest du hier.

  • Drucken
Österreich Coronavirus-Ampel
Jozsef Zoltan Varga / iStock

In einer Pressekonferenz am 4. September stellte die österreichische Bundesregierung die neue Corona-Ampel samt den dazugehörigen Maßnahmen vor. Mit der Farbe Gelb wurden dabei die Städte Wien, Graz und Linz sowie der Tiroler Bezirk Kufstein ausgewiesen, für alle anderen Städte und Bezirke Österreichs gilt vorerst die Ampelfarbe Grün.

Mehr dazu: "Corona-Ampel" in Österreich: So sieht der Schulbetrieb ab Herbst aus

So funktioniert die Corona-Ampel

Das System soll anzeigen, in welchen Regionen Österreichs ein erhöhtes Corona-Risiko herrscht. Die Erklärung der Farb-Codes liest sich folgendermaßen:

  • Grün: niedriges Risiko, Einzelfälle, isolierte Cluster
  • Gelb: mittleres Risiko, moderate Fälle, primär in Clustern
  • Orange: hohes Risiko, nicht mehr überwiegend Clustern zuordenbar
  • Rot: sehr hohes Risiko, unkontrollierte Ausbrüche, großflächige Verbreitung

Wie Bundeskanzler Sebastian Kurz erklärte, gibt es bei Stufe Gelb eine Verschärfung der Maskenpflicht im Handel, in Schulen (außerhalb des Klassenzimmers), in der Gastronomie und bei Veranstaltungen. Bei Orange und Rot sind die Maßnahmen noch strenger. Die Ampel sei eine zusätzliche Maßnahme, die insbesondere für die Herbstsaison entwickelt wurde.

Mehr dazu: Österreich: Regierung verkündet neue Corona-Empfehlungen

Beurteilung erfolgt mithilfe von vier Indikatoren

Die Bewertung der aktuellen Corona-Lage in den jeweiligen Städten, Bezirken und Bundesländern erfolgt durch eine 19-köpfige Kommission. Fünf Regierungsmitglieder, fünf Experten sowie neun Vertreter aus jedem Bundesland beurteilen die Situation anhand folgender vier Indikatoren:

  • Übertragbarkeit: Neu aufgetretene COVID-19-Fälle, die innerhalb der vergangenen sieben Tage ("7-Tages-Fallzahl") pro 100.000 Einwohner ("7-Tages-Inzidenz") aufgetreten sind
  • Quellensuche: Fälle mit oder ohne geklärter Quelle (Cluster)
  • Ressourcen: Vorhandene und benötigte Versorgungskapazitäten, aktuelle Auslastung der Spitalskapazitäten
  • Tests: Anzahl der Tests der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner sowie die Positivrate

Über die Website "corona-ampel.gv.at" können sich Bewohner über die aktuelle Ampelfarbe ihres Bezirks informieren. 

Mehr dazu: Coronavirus: Fälle von Zweitinfektionen häufen sich

Bei Rot kein "klassischer Lockdown" geplant

Laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober sei die Risikostufe Grün "kein Freibrief", auch hier sind Ansteckungen möglich. "Man muss genauso aufmerksam sein, vorsichtig sein und die Hygienemaßnahmen einhalten", erklärte Anschober weiter. Wird in zwei unterschiedlichen Bezirken Orange vergeben, bedeutet das nicht, dass beide Regionen dieselben Maßnahmen einhalten müssen. Auch bei Rot wird ein "klassischer Lockdown" laut dem Gesundheitsminister ausgeschlossen.

Die Ampel startet zurzeit ohne rechtliche Grundlage. Die Novelle des Epidemie- bzw. COVID-19-Maßnahmengesetzes wurde in der Begutachtungsphase stark kritisiert. Diese soll nun überarbeitet werden. Die Novellierung wird erst bei der nächsten Nationalratssitzung am 23. September beschlossen.

Tritt das Gesetz in Kraft, dann gibt es vom Bund eine Verordnungermächtigung. Das bedeutet, dass die Länder und Regionen die Corona-Maßnahmen nachschärfen können.

Mehr dazu: Hongkong: Mann infizierte sich zum zweiten Mal mit Corona!

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.