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Studie: Bandanas & Hals-Gamaschen sind kein guter Maskenersatz

Forscher untersuchten, wie effektiv Mundschutzmasken vor dem Coronavirus schützen. Laut den Experten eignen sich vor allem Bandanas nicht als Ersatz.

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Bandana keine Maske Studie
urbazon / iStock

Seit Beginn der COVID-19-Pandemie wählen viele Menschen Bandanas und Hals-Gamaschen als Alternative zu herkömmlichen Mundschutzmasken. Besonders letztere Option kann mit Leichtigkeit auf das Gesicht gezogen werden, was sie auch unter Läufern und Wanderern sehr beliebt macht.

Nun deutet jedoch eine neue Studie darauf hin, dass das leichte, atmungsaktive Gewebe der Hals-Gamaschen keinen effektiven Schutz gegen das Coronavirus bietet. Auch Bandanas sollen laut den Experten eine schlechte Maskenalternative sein. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "Science Advances" veröffentlicht.

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Wie gut schützen Masken vor dem Coronavirus?

Forscher an der Duke University sagen, dass Bandanas und Hals-Gamaschen zu den schlechtesten Alternativen für Mundschutzmasken gehören, wenn es darum geht, Flüssigkeitströpfchen zu blockieren. Speicheltröpfchen oder Aerosole, die beim Husten, Niesen oder sogar beim Sprechen freigesetzt werden, können laut Experten eine Übertragung des Coronavirus verursachen.

  • Die Wissenschafter untersuchten, wie gut Gesichtsmasken die Ausbreitung von COVID-19 verhindern. Sie konzentrierten sich dabei vor allem auf Flüssigkeitströpfchen, die beim Sprechen aus dem Mund kommen.
  • Die Studienergebnisse zeigen, dass die meisten Arten von Gesichtsmasken Flüssigkeitströpfchen daran hindern, sich weit vom Mund zu entfernen. Trotz dieser Entdeckung schneiden nicht alle Gesichtsmasken so gut ab wie andere.

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Stoffmasken sind empfehlenswert

Laut den Wissenschaftern bieten N95-Masken ohne Ventile den besten Schutz vor einer Corona-Infektion. Diese Arten von Masken werden häufig von medizinischem Personal in Krankenhäusern & Co verwendet. Die Experten sind außerdem der Meinung, dass Stoffmasken ebenfalls relativ gut schützen.

  • Im Gegensatz dazu schützen Bandanas und Hals-Gamaschen unzureichend. Die Autoren der Studie erklären, dass Hals-Gamaschen größere Flüssigkeitströpfchen in kleinere Partikel umwandeln können.
  • Dies erhöht die Anzahl der Tröpfchen, was dazu führen kann, dass die Partikel länger in der Luft herumhängen. Wer eine Hals-Gamasche trägt, könnte also ein potenzieller Virusüberträger sein.

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Infektionen gehen oft von asymptomatischen Patienten aus

"Das Tragen einer Maske ist eine einfache und leichte Möglichkeit, die Verbreitung von COVID-19 einzudämmen", sagt der leitende Autor Eric Westman in einer Aussendung. "Etwa die Hälfte der Infektionen geht von Menschen aus, die keine Symptome zeigen und oft nicht wissen, dass sie infiziert sind. Sie können das Virus unwissentlich verbreiten, wenn sie husten, niesen und einfach nur reden", fügt Westman hinzu.

Laut dem Experten können mithilfe von Mundschutzmasken 99% der infektiösen Tröpfchen aufgehalten werden, bevor sie eine andere Person erreichen. "Da es noch keine Impfungen oder Medikamente gegen das Coronavirus gibt, ist dies der einzige bewährte Weg, andere und sich selbst zu schützen", sagt er.

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