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Wirkt der Impfstoff auch gegen die Coronavirus-Mutation?

Der Start der COVID-19-Impfungen sorgt für neue Hoffnung. Aber wirkt der Impfstoff auch gegen die Coronavirus-Mutation?

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Der Startschuss ist erfolgt, quer durch Europa: Seit einigen Tagen wird den ersten Patienten der neue Impfstoff gegen SARS-CoV-2 verabreicht. Ein Hoffnungsschimmer zum Ende eines verrückten Jahres, das ganz im Zeichen der leidigen Pandemie stand. Doch viele fragen sich jetzt: Wirkt der Impfstoff auch gegen die Coronavirus-Mutation aus Großbritannien, die um etwa 70 Prozent ansteckender sein soll als die bisher bekannten Varianten des Virus?

Mehr dazu: Das steckt hinter der Corona-Mutation aus England

Vorneweg: Eine abschließende Antwort auf diese Frage gibt es noch nicht. Doch alle bisher vorliegenden Daten zeigen, dass der Impfstoff auch bei der neuen Mutation seine Wirksamkeit behält. "Wir wissen, dass es immer wieder Mutationen gibt", erklärt etwa Ursula Wiedermann-Schmidt, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Vakzinologie und Vorsitzende der österreichischen Impfkommission. "So wie es aussieht, sind die aber nicht von einer so großen Veränderung, dass der Impfstoff nicht wirken sollte."

Impfstoff kann in "relativ kurzer Zeit" nachjustiert werden

Eine wichtige Rolle nimmt jetzt abermals das deutsche Pharma-Unternehmen Biontech ein, das bereits den mRNA-Impfstoff gegen SARS-CoV-2 entwickelt hat. Der Hersteller führt jetzt Untersuchungen mit seinem Impfstoff durch, die zeigen sollen, ob dieser seine Wirksamkeit auch bei der Corona-Mutation behält.

"Wir denken und hoffen, dass wir in etwa ein bis zwei Wochen die Ergebnisse haben werden, so dass man dann ganz sicher sagen kann, wie er wirkt", berichtet Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut (RKI), im "ZDF"-Interview. Sollten Nachjustierungen beim Impfstoff erforderlich sein, können diese laut Mertens von Biontech in "relativ kurzer Zeit" durchgeführt werden.

 

In der Zwischenzeit hat sich die neue Virusvariante (B1.1.1.7) allerdings vom Südwesten Englands bereits in mehrere europäische Länder verteilt. So wurden bereits in Deutschland, Frankreich, Belgien, Dänemark, Schweden, Irland und Island und Österreich Infektionen mit dieser Coronavirus-Mutation vermeldet.

Mehr dazu: Corona-Impfung läuft! Das ist der Fahrplan für die nächsten Monate

Erste Tests bestätigen Vermutung

Laut aktueller Studie schützt der von BioNTech/Pfizer entwickelte mRNA-Impfstoff auch vor der in Großbritannien und Südafrika aufgetauchten Mutation des SARS-CoV-2-Virus.

Führende Wissenschafter für virale Impfstoffe bei Pfizer geben an, dass bereits 16 verschiedene Mutationslinien getestet wurden, von denen keine wirklich signifikante Auswirkungen auf die Impfung hatte. Was aber nicht heiße, dass die 17. Mutation keine Auswirkung haben wird.

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