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Studie: Steigern E-Zigaretten das Risiko für Lungenerkrankungen?

Laut einer neuen Studie könnten E-Zigaretten mehr Lungenerkrankungen auslösen als normale Glimmstängel. Besonders schädlich sind sie in Kombination mit Tabak.

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Sind E-Zigaretten schädlich?
sestovic / iStock

Forscher der University of California untersuchten in einer Langzeitstudie, ob der Konsum von E-Zigaretten das Risiko für Lungenerkrankungen wie Asthma, COPD und Bronchitis erhöhen kann. Die Ergebnisse zeigen, dass E-Zigaretten mit Tabak besonders schädlich sind.

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E-Zigaretten mit Tabak besonders schädlich

Die amerikanischen Wissenschafter beobachteten über zwei Jahre die Daten von 19.000 Menschen, die an keiner Lungenkrankheit litten. Die Teilnehmer waren entweder Dampfer, Tabakraucher, Ex-Raucher oder Nicht-Raucher. Innerhalb des Untersuchungszeitraums zeigten etwa 1.100 Probanden Anzeichen für eine Atemwegserkrankung.

"Ein konsequenter Umstieg von normalen Zigaretten auf E-Zigaretten kann das Risiko für Lungenkrankheiten senken. Allerdings macht es kaum jemand", sagt Co-Autor Stanton Glantz. Die meisten Probanden, die im Untersuchungszeitraum von herkömmlichen Zigaretten auf die elektronische Variante gewechselt hatten, rauchten auch weiterhin Tabak. Laut den Forschern eine besonders gefährliche Kombination.

  • Das Risiko an Lungenbeschwerden zu erkranken, sei dabei um 230% höher als bei Nicht-Dampfern.
  • Die Wahrscheinlichkeit an Asthma, COPD & Co zu erkranken, war für E-Zigaretten-Konsumenten (ohne Tabak), um 30% höher als für Nicht-Dampfer. Tabakraucher hatten ein um 150% höheres Erkrankungsrisiko.

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Keine handfeste Studienlage

"Wir haben aus Laborstudien gewusst, dass E-Zigaretten gesundheitsgefährdend sind, aber nun haben wir die erste Studie, die das über Jahre hinweg im normalen Leben von Rauchern beobachtet", sagt Robert Loddenkemper, Experte für E-Zigaretten bei der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin gegenüber zeit.de. "Und nun sehen wir, dass die Kombination mit Inhaltsstoffen aus der E-Zigarette, die zum Beispiel im Liquid oder in den Aromen stecken, die Gesundheitsgefährdung signifikant steigert", erklärt Loddenkemper weiter.

Die Forscher erwähnen jedoch, dass ihre Studie auch einige Schwächen aufweist. So kann es gut möglich sein, dass die erkrankten Probanden die Krankheit schon seit Jahren in ihrem Körper entwickelten ohne Symptome zu zeigen. Deshalb wurden sie zu Beginn der Studie als "gesund" eingestuft. Außerdem konnte nicht genau ermittelt werden, wie oft die Teilnehmer die E-Zigaretten dampften. Weitere Untersuchungen dazu stehen nach wie vor aus.

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