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Kind in Gefahr: Adventfeuer statt -kranz im Wohnzimmer

Jedes Jahr passieren unzählige Unfälle mit Kleinkindern, die sich an Kerzen verbrennen, mit heißem Tee verbrühen oder am geheizten Ofen ankommen.

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Verbrennungen beim Kind
FamVeld / iStock

Einmal nicht aufgepasst und schon ist es passiert: Das Kind schreit wie am Spieß, weil es sich die Finger am Adventkranz oder am heißen Gulaschtopf verbrannt hat. In der eigentlich besinnlichen Zeit geschehen die häufigsten Unfälle mit Kleinkindern im Haushalt. Die Wohnräume sind mit Kerzen dekoriert, das offene Feuer wirkt auf kleine Kinder geradezu magnetisch. Am 7. Dezember findet der jährliche Tag des brandverletzten Kindes statt, zu dessen Anlass der Grazer Verein "Große schützen Kleine" eine Reihe an Sicherheitstipps herausgegeben hat.

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Faszination Feuer

Rund um Weihnachten sind sämtliche Hitzequellen im Haus wieder voll aktiv: Im Ofen werden Kekse gebacken, im Kamin prasselt das Feuer, am Adventkranz leuchten die Kerzen. Zwar wissen die meisten Kinder schon recht früh über die Gefahr des Feuers Bescheid, der Entdeckerdrang und die kindliche Unbedarftheit überwiegen jedoch häufig:

  • Rund die Hälfte aller Brandverletzungen bei Kindern passieren in den Monaten Dezember, Jänner und Februar.
  • Vor allem Kinder unter fünf Jahren erleiden Verbrennungen und Verbrühungen.

Oft reichen zum Beispiel schon kleine Mengen an siedend heißem Wasser aus, um ein Kleinkind lebensgefährlich zu verbrühen. Daher sollte sogar die harmlose Teetasse für die Kleinen unerreichbar platziert werden. Das Problem: Die Haut der Kinder ist viel dünner und somit empfindlicher als die der Erwachsenen. Brandwunden bekommen daher schnell ein schlimmes Ausmaß.

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Kinder aktiv schützen

Um das Risiko für Brandverletzungen und Verbrühungen zu reduzieren, können Eltern folgende Tipps beachten:

  • Kind und heiße Flüssigkeiten nie gemeinsam tragen
  • heiße Getränke außerhalb der Reichweite von Kindern hinstellen
  • auf Tischläufer oder Tischdecken verzichten, wenn das Kind noch klein ist
  • darauf achten, dass das Kind nicht am Kabel des Wasserkochers ziehen kann
  • das Kind niemals mit brennenden Kerzen oder Streichhölzern alleine lassen
  • in der Adventszeit einen Feuerlöscher bzw. einen Kübel Wasser in der Wohnung haben
  • wer auf Nummer sicher gehen mag, tauscht die Kerzen gegen Lichterketten, es gibt auch elektrische Teelichter

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Was tun im Notfall?

Hat das Kind nur eine kleine Brandwunde, sollten Sie die betroffene Stelle mit kaltem Wasser kühlen, Eis oder Eiswasser sind zu kalt und können die Haut schädigen. Um Coolpacks sollten Sie vor der Benutzung immer ein sauberes Geschirrtuch wickeln.

Große Verbrennungen sollten nur kurz gekühlt werden, damit die Körpertemperatur des Kindes nicht zu stark sinkt. Öffnen Sie Brandblasen niemals und verzichten Sie unbedingt auf Hausmittel wie Topfen oder ähnliches. Lieber gleich zum Arzt!

Besonders wichtig: Klären Sie Ihr Kind rechtzeitig über die Gefahren des Feuers auf, damit es gar nicht erst soweit kommt.

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