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Studie: Erhöht Milch das Risiko für Krebs?

Kuhmilch und ihr Gesundheitswert wird immer öfter kritisch diskutiert. Immer mehr Studien weisen darauf hin, dass Milchprodukte mehr schaden als nutzen könnten.

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Erhöht Milch wirklich das Krebsrisiko?
MangoStar_Studio / iStock

"Milch ist gesund." Dessen waren sich Ärzte, Ernährungsexperten und Eltern jahrzehntelang sicher. Einen großen Anteil an dem Gesund-Image der Milch hat ohne Zweifel die Milchindustrie, die das Produkt als lebensnotwendig für das kindliche Wachstum und als Nonplusultra für starke Knochen und Zähne beworben hat. Einige Wissenschafter und Ernährungsspezialisten warnen nun vor übermäßigem Milchkonsum. Joghurt, Käse und Milch stehen nämlich unter Verdacht, krebserregend zu sein.

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Milch ist für Babys

Säugetiere, egal ob Mensch, Hund, Hamster oder Reh, brauchen (Mutter-)Milch, um als Neugeborene zu wachsen und zu gedeihen. Tiere hören mit dem Milchtrinken auf, wenn das Wachstum abgeschlossen ist. Nicht so der Mensch. Er weicht, nachdem die Muttermilch "versiegt" ist, auf Kuhmilch aus, die er zumeist den Rest seines Lebens in verschiedenen Formen zu sich nimmt.

  • Genau hier setzt die Kritik der Forscher an: Der Mensch nimmt weiter Wachstumshormone aus der Milch auf, die er eigentlich nicht benötigt.
  • Das könnte im Sinne von Krebserkrankungen eine negative Stimulation darstellen. Dazu kommt, dass in Milch aus industrieller Produktion besonders viele Hormone enthalten sind.

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Viel Östrogen, viele Probleme

Schon 2006 machte eine Studie der Universität Harvard auf den Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und Milchkonsum aufmerksam. Die Forscher stellten den Genuss von pasteurisierter Kuhmilch dem Risiko für Prostata- und Brustkrebs gegenüber, die beide hormonell bedingt sein können. Die Studienleiterin hielt fest, dass die Östrogenbelastung durch Kuhmilch besonders groß sei. 60 bis 80 Prozent des aufgenommenen Östrogens stammt demnach aus Milchprodukten:

  • Die natürlichen Östrogene seien 100.000 Mal krebserregender als künstliche (z.B. Pestizide).
  • Sehr große Mengen an Milch können das Risiko für Prostatkrebs erhöhen; Grund dafür dürfte vor allem ein Zuviel an Kalzium sein.
  • Bei Brust-, Eierstock- und Gebärmutterhalskrebs ist die Studienlage noch unklar.

Wie bei fast allem gilt einmal mehr das Sprichwort: Die Menge macht das Gift. Wechseln Sie Kuhmilch immer wieder einmal mit pflanzlichen Alternativen ab (z.B. mit Mandel- oder Hafermilch). Stillen Sie mit Milch nicht Ihren Durst und vermeiden Sie generell übermäßigen Konsum.

Der Mythos, dass Milch den Körper "verschleimt" gilt übrigens als wissenschaftlich nicht belegt. Mehr dazu lesen Sie hier.

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