Health News

Kann Alkoholkonsum zu Nierensteinen führen?

Sie trinken mit Ihren Freunden ein Gläschen Wein und genießen die Zeit zusammen, doch am nächsten Morgen wachen Sie plötzlich mit Nierenschmerzen auf. Was steckt dahinter?

  • Drucken
Wer nach dem Alkoholkonsum unter Nierenschmerzen leidet, könnte eine ernsthafte Erkrankung als Ursache haben.
RyanKing999 / iStock

Ab und zu einen Schluck Alkohol zu trinken, ist absolut legitim. Doch, wenn nach dem Konsum alkoholischer Getränke plötzlich Schmerzen im Bauchraum einsetzen, wird der Genuss eher zur Qual. Meist wird ein Stechen oder Pochen in der Nierengegend wahrgenommen, welches bis zu einen Tag nach dem Verzehr des Alkohols auftreten kann. Was es damit auf sich hat und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.

Mehr dazu: 5 Anzeichen, dass Sie Alkohol nicht vertragen

Wie kommt es zum Schmerz?

Während einige Menschen einen dumpfen Schmerz wahrnehmen, spüren andere Personen ein regelrechtes Stechen in der Nierengegend. Doch wieso treten solche Schmerzen überhaupt auf?

  • Die Niere filtert unser Blut im Körper und stellt dabei Hormone her. Eines davon ist Renin, welches sich an der Regulierung des Flüssigkeitshaushaltes und damit auch des Blutdrucks beteiligt.
  • Jeder Mensch besitzt zwei Nieren, die jeweils im rechten und linken Flankenbereich im seitlichen, hinteren Rücken zwischen dem Rippenbogen und Beckenkamm liegen.
  • Alkohol belastet unsere Leber und die Nieren. Er entzieht dem Körper Flüssigkeit und sorgt dafür, dass sich Harnsäure in den Nierentubuli bildet. Das kann die Röhren verschließen und erhöht dadurch das Risiko von Nierenversagen.
  • Wer viel Alkohol trinkt, kann das Risiko einer chronischen Entzündung der Nieren oder die Entstehung von Nierensteinen fördern. Sogar Harnwegsinfektionen oder Nierenbeckenentzündungen können begünstigt werden.

Mehr dazu: Warum der Kater im Alter schlimmer wir

Welche Symptome treten auf?

Die Schmerzen treten je nach Person komplett unterschiedlich auf:

  • Nierenstein: starke Schmerzen, häufig Übelkeit und Erbrechen
  • Harnwegsinfektion: Schmerzen beim Wasserlassen und Druck im Unterbauch
  • Krebserkrankung der Niere/Blase oder Harnleiterkrebs: Diese Erkrankung tritt relativ selten auf und äußert sich durch blutigen Urin. In diesem Fall sollten Sie unbedingt den Hausarzt oder Urologen aufsuchen.

Auch die Schmerzen der jeweiligen Niere können das genauere Krankheitsbild vorhersagen:

  • rechte Niere: Verspüren Sie den Schmerz auf dieser Seite, dann kann eine bakteriell ausgelöste Entzündung des rechten Nierenbeckens der Grund sein. Auch ein Stein im Harntrakt der rechten Seite kann zu Schmerzen führen.
  • linke Niere: Auch hier können Steine oder bakterielle Entzündungen die Ursache sein. Eine chronische Entzündung des Nierengewebes ist bei Auftreten des einseitigen Schmerzes zwar möglich, doch diese äußert sich in der Regel eher durch den Schmerz in beiden Nieren. Starke Rückenschmerzen können ebenfalls die Ursache sein, die bis in den linken Nierenbereich strahlen.

Mehr dazu: 5 Gründe für Alkoholverzicht während der Periode

Was kann man dagegen tun?

Treten die Schmerzen immer wieder nach dem Alkoholkonsum auf, dann sollten Sie diese Schritte in Erwägung ziehen:

  • Trinken Sie vermehrt Wasser und verzichten Sie auf alkoholische Getränke. Vermeiden Sie auch in Zukunft den übermäßigen Alkoholkonsum oder schränken Sie ihn weitgehend ein. Meist klingen danach die Schmerzen von selbst wieder ab.
  • Versuchen Sie mit leichten körperlichen Betätigungen (Yoga, Pilates) gegen den Schmerz vorzugehen. Dies ist besonders hilfreich, wenn es sich um Rückenleiden handelt, die in die Nierenregion strahlen.
  • Verschlimmern sich die Schmerzen oder treten diese weiterhin auf, dann sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Die Untersuchung des Urins kann eine mögliche Harnwegsinfektion als Auslöser für die Schmerzen feststellen. Mithilfe einer Blutentnahme können die Nierenwerte überprüft werden, um eine mögliche Ursache feststellen zu können.
  • Ein Ultraschallbild kann ebenfalls zeigen, ob eine Erweiterung des Nierenbeckens gegeben ist. Haben Sie tatsächlich einen Nierenstein oder einen Stein im Harntrakt, dann kann dieser durch eine Stoßwellentherapie beseitigt werden. Bei einer möglichen Entzündung wird meist ein Antibiotikum verschrieben.

Mehr dazu: Studie: So gefährlich ist Alkohol

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.