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Regelbeschwerden mit TENS behandeln: Hilft Strom gegen die Schmerzen?

TENS-Geräte bei Menstruationsbeschwerden: So lindern Sie Regelschmerzen mit elektrischen Impulsen.

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Frau leidet unter Regelschmerzen
Moyo Studio / iStock

Übelkeit, Magenkrämpfe und Kopfschmerzen: Monat für Monat stellt die Periode unseren Körper erneut auf die Probe. Während manche Frauen nur ein leichtes Ziehen spüren, kämpfen sich andere mit starken Regelschmerzen durch den Alltag. Krämpfe per Knopfdruck abschalten? Sogenannte TENS-Geräte könnten Abhilfe schaffen. Wie die elektronischen Impulse gegen Menstruationsbeschwerden wirken, lesen Sie hier.

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Strom gegen Regelschmerzen

Auf den ersten Blick erinnern die Geräte an MP3 Player, die Intention dahinter ist jedoch eine andere. Die Rede ist von transkutaner elektrischer Nerven-Stimulation, kurz TENS, die die Hersteller von TENS-Geräten als Lösung gegen Menstruationsbeschwerden bewerben. Ganz ohne Medikamente soll man dadurch seinen Körper austricksen – und so funktioniert der Trend:

  • Im Inneren des TENS-Geräts werden elektronische Impulse erzeugt. Dabei lässt sich die Stärke des Stroms meist nach Belieben regulieren.
  • Damit das Gerät seine Wirkung entfalten kann, werden die Elektroden an der Stelle platziert, wo der Schmerz sitzt, also z.B. am Unterbauch.
  • Kleine elektrische Impulse sorgen dafür, dass die Schmerzweiterleitung unterbrochen wird. Statt Menstruationsbeschwerden kommuniziert unser Körper dem Gehirn also bloß ein leichtes Kribbeln.
  • Die Hersteller schwören auf eine schnelle Linderung der Krämpfe, wobei das Gerät dazu regelmäßig genutzt werden muss.

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In der Regel schmerzfrei?

Zwar versprechen die Werbungen der trendigen TENS-Geräte ein Leben ohne Regelschmerzen, Erfahrungsberichte zeigen allerdings, dass die Messlatte zu hoch angesetzt ist. Für jene, die nicht zum Schmerzmittel greifen wollen, erweist sich der Strom-Stimulator trotzdem als gute Alternative oder zumindest als Versuch dem Schmerz entgegen zu wirken. Studien bestärken dieses Argument, unter anderem eine Untersuchung der Universität von São Paulo in Brasilien:

  • Die Forscher teilten 40 Frauen in zwei Gruppen ein, wobei die eine Hälfte mit einem Placebo, die andere mit einem TENS-Gerät ausgestattet wurde.
  • Nach einem siebentägigen Test kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass die Schmerzen durch die elektrischen Impulse deutlich schwächer ausgeprägt waren und weniger Schmerzmedikamente eingenommen werden mussten.

Um eindeutigere Zusammenhänge erkennen zu können, müssten weitere Studien mit einer größeren Anzahl an Probandinnen durchgeführt werden.

Fazit: Regelschmerzen mit Strom zu behandeln kann durchaus Wirkung zeigen und führt möglicherweise zu einer schwächeren Intensität der Beschwerden. Eine Garantie für Schmerzfreiheit gibt es aber nicht. Die Geräte kosten übrigens zwischen 50 und 150 Euro.

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