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Ekelgefahr: Was tierische Abfälle im Weichspüler verloren haben

Benützen Sie gerne Weichspüler? Dann sollten Sie ab sofort die Finger davon lassen, denn dieser kann unsere Gesundheit gefährden.

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Weichspüler ist gefährlicher als bisher angenommen.
Christian Horz / iStock

Nichts geht über den bezaubernden Duft von frisch gewaschener Wäsche. Oft wird dafür auch Weichspüler eingesetzt, damit unsere Kleider schön weich werden. Doch wussten Sie, dass das Produkt alles andere als "unschuldig" und vor allem nicht vegan ist? Richtig gelesen, damit sich unsere Klamotten so toll anfühlen, werden dem Weichspüler tierische Schlachtabfälle beigemengt.

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Tierfett für weiche Wäsche

Weichspüler glätten die Gewebefaser in unseren Kleidungsstücken und verhindern, dass sich T-Shirts und Hosen statisch aufladen. Zudem sind die enthaltenen Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe nicht nur umweltschädlich, sondern können auch unserer Haut Probleme bereiten.

So kommt es häufig zu allergischen Reaktionen, Juckreiz und Hautrötungen. Außerdem soll der Weichspüler sogar krebserregend sein. Häufig werden kationische Tenside in den Inhaltsstoffen gefunden, die aus tierischen Schlachtabfällen bestehen.

Doch warum sind Schlachtabfälle überhaupt in Weichspülern enthalten?

  • Mit dem Begriff "Dihydrogenated Tallowoylethyl Hydroxyethylmonium Methosulfate" ist Rinderfett gemeint. Zusätzlich kommen noch viele weitere tierische Fette im Produkt vor.
  • Der Tiertalg legt sich um die Gewebefasern der Wäsche und sorgt für einen weichen und angenehmen Tragekomfort.
  • Die Inhaltsstoffe sind für Verbraucher schwierig zu entziffern und geben selten einen Hinweis darauf, dass es sich hierbei um ein tierisches Produkt handelt.
  • Die Abfallprodukte, die bei der Schlachtung überbleiben, sind sehr günstig erhältlich. So wird quasi "alles" vom geschlachteten Tier verbraucht. Genau deswegen, greifen immer mehr Anbieter auf die tierischen Inhaltsstoffe zurück.

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Bakterien & Gestank

Räumen Sie öfter Ihre frischgewaschene Wäsche aus der Maschine, die plötzlich ganz stark mieft? Auch dafür könnte der Weichspüler verantwortlich sein! In den durch Tierfett verklebten Fasern können sich auch Bakterien leichter vermehren. Das Wasser kann schlechter in die Fasern eindringen, weil diese durch einen "Schutzfilm" des Produkts nicht greifbar sind. So wird die Reinigung erschwert und der Gestank setzt sich fest. Durch den Weichspüler kommt es auch zu Ablagerungen in der Waschmaschine. Durch das feucht-warme Milieu können sich Bakterien und Pilze problemlos vermehren.

  • Wer seine Wäsche wirklich sauber haben will, sollte nur auf Vollwaschmittel zurückgreifen.
  • Gegen hartnäckige Flecken können Fleckenentferner-Produkte als Vorbehandlung eingesetzt werden.
  • Zwar wird bei einem 40-Grad-Waschgang die Kleidung sauber, jedoch empfehlen sich regelmäßige Waschgänge bei höheren Temperaturen (60 aufwärts), um Keime und Bakterien abzutöten.

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Vegan & umweltfreundlich

Prinzipiell sollten Sie weitgehend auf Weichspüler verzichten, da diese auch in der "Öko-Variante" das Abwasser belasten und dadurch in die Natur gelangen. Wer fürchtet, seine kuschelig weiche Wäsche dadurch aufgeben zu müssen, kann durchatmen, denn ein Durchwalken oder Aufschütteln der Wäsche vor dem Aufhängen kann die Fasern wieder geschmeidig machen. Wer im Besitz eines Trockners ist, benötigt erst recht keinen Weichspüler!

Hausmittel als Weichspülerersatz:

  • Essig eignet sich als umweltfreundliche Alternative: Einfach 30 Milliliter pro Waschgang in das Weichspülerfach füllen und wie gewohnt waschen. Keine Angst, der Essiggeruch verfliegt ganz schnell wieder und Ihre Kleidung ist schön weich.
  • Natron und Waschsoda eigenen sich ebenfalls als effektiver Weichspülerersatz. Dazu lösen Sie zwei Teelöffel Natron oder Waschsoda in 100 Milliliter Wasser auf und füllen das Gemisch in das Weichspülerfach. Ein paar Tropfen ätherisches Öl verleiht dem ganzen noch einen angenehmen Frischeduft.

Wer trotzdem nicht auf das Produkt verzichten möchte, sollte in Zukunft auf vegane Weichspüler zurückgreifen! Diese sind biologisch abbaubar, umweltfreundlich und werden ohne Tierleid hergestellt. Achten Sie beim Kauf auf das Vegan-Siegel mit der Blume.

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In diesem Kurzbeitrag des deutschen Südwestrundfunk erfahren Sie mehr über die Gefahren von Weichspülmittel:

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