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Helfen Vitamine in der Schwangerschaft gegen Autismus?

Forscher haben herausgefunden, dass die Einnahme von Nahrungsergänzung während der Schwangerschaft das Risiko für Autismus reduzieren könnte.

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Forscher haben herausgefunden, dass die Einnahme von Nahrungsergänzung während der Schwangerschaft das Risiko für Autismus reduzieren könnte.
kali9 / iStock

Schwangere Frauen, die Folsäure und Multivitamine einnehmen, bekommen seltener Babys, die an Autismus leiden. Das will zumindest ein Team aus Wissenschaftern herausgefunden haben. Die Studienergebnisse veröffentlichten sie kürzlich im The Journal of the American Medical Association Psychiatry.

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Babys brauchen Vitamine

Israelische Forscher untersuchten 45.300 Kinder, die zwischen 2003 und 2007 geboren worden waren. Zusätzlich analysierten Sie Daten aus Befragungen, die Angaben dazu enthielten, ob die Mütter Folsäure und Multivitamine vom Arzt verschrieben bekommen hatten. Die Kinder begleiteten die Wissenschafter von der Geburt an bis zum Jahr 2015.

"Vitaminmängel während der Schwangerschaft sind mit kognitiven Beeinträchtigungen des Babys assoziiert. Deshalb und auch aus anderen Gründen wird Schwangeren für gewöhnlich angeraten, Präparate mit Folsäure und andere Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen", so die Studienautoren.

"Unsere Untersuchung hatte das Ziel herauszufinden, wie die Einnahme von Präparaten vor und während der Schwangerschaft mit dem Risiko für eine Erkrankung aus dem Autismusspektrum zusammenhängt", erklären die Forscher weiter.

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Das kam bei der Studie heraus

Nach Durchsicht der Befragungsergebnisse und der Auswertung der mehrjährigen Untersuchung der Kinder, kamen die Wissenschafter zu folgenden Resultaten:

  • 572 der kleinen Probanden entwickelten im Laufe der Zeit eine Form des autistischen Spektrums.
  • Mütter, die ein oder mehrere Supplemente einnahmen, hatten ein um 73 Prozent niedrigeres Risiko autistische Kinder zu bekommen als jene, die keine Folsäure und/oder Multivitamine einnahmen.

Trotz dieses entdeckten Zusammenhangs weisen die Studienverantwortlichen darauf hin, dass die Aussagekraft der Erhebung begrenzt ist. Um die genaue Auswirkung der Nährstoffversorgung auf die Wahrscheinlichkeit für Autismus bestimmen zu können, bedarf es noch weiterer Untersuchungen.

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Vor allem Folsäure ist essentiell

Frauen mit Kinderwunsch bzw. Schwangere sollten prinzipiell auf eine ausgewogene und vitalstoffreiche Ernährung achten. Um eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen sicherzustellen, sollten gewisse Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Allen voran Folsäure, da ein Mangel dieses B-Vitamins zu schweren Fehlbildungen beim Kind, nämlich zu einem sogenannten offenen Rücken (Spina bifida) führen kann. Der Frauenarzt verordnet ein Präparat mit passender Dosis.

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