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EU startet Zulassungsprüfung für russischen Corona-Impfstoff Sputnik V

Mit dem russischen Impfstoff Sputnik V könnte schon bald ein weiteres Vakzin gegen das Coronavirus auf dem EU-Markt sein.

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Grafissimo / iStock

Biontech/Pfizer machte den Anfang, Moderna folgte, und dann kam noch AstraZeneca – diese drei Impfstoffe gegen das Coronavirus sind bereits in der EU zugelassen. Nummer vier steht kurz bevor, am 11. März wird die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) aller Voraussicht nach eine Empfehlung für die Zulassung des Vakzins des US-Herstellers Johnson & Johnson aussprechen. Und Nummer fünf ist auch bereits in Aussicht: Die EMA hat am 4.3.2021 ein schnelles Prüfverfahren für den russischen Coronavirus-Impfstoff Sputnik V eröffnet.

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Wirksamkeit von 91,6 Prozent laut klinischen Tests

Ersten Studienergebnissen zufolge ist Sputnik V hoch wirksam gegenüber SARS-CoV-2. Der Impfstoff regt die Bildung von Antikörpern gegen das Virus an und hilft, sich vor der durch das Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19 zu schützen. Forscher des russischen Gamaleya-Instituts haben die Ergebnisse der klinischen Tests des Sputnik V-Impfstoffs im renommierten Fachjournal "The Lancet" veröffentlicht. Der Impfstoff, der auf der sogenannten Vektortechnologie beruht, erreichte mit einem Schutzniveau von 91,6 Prozent einen ähnlich hohen Wert wie die beiden mRNA-Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna.

In einem möglichst rasch durchgeführten Rolling-Review-Verfahren werden die Experten der EMA das Vakzin jetzt in Sachen Wirksamkeit genau durchleuchten. Mit welchem Datum eine Zulassung in der EU erfolgen könnte, ist derzeit allerdings noch nicht absehbar.

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Ungarn und Tschechien setzen auf Sputnik V

Der russische Impfstoff, zu Beginn noch vielerorts belächelt, kommt bereits in mehreren Ländern außerhalb Russlands zur Anwendung wie zum Beispiel in Argentinien und auf Kuba. Auch innerhalb der europäischen Union haben bereits einige Länder angekündigt, dass sie das russische Vakzin verimpfen wollen. So hat Ungarn bereits zwei Millionen Dosen geordert, fast 150.000 davon wurden bereits geliefert. Mit Tschechien kündigte ein weiteres Nachbarland Österreichs an, dass es auf Sputnik V zurückgreifen will.

Um die EU-Zulassung des Impfstoffes herrschte zuletzt noch ein Verwirrspiel. Russland gab mehrfach an, dass bereits ein Zulassungsantrag gestellt wurde – was die EMA aber stets verneinte. Jetzt ist es aber so weit…

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