News

Augen auf im Straßenverkehr: Japan plant Handyverbot für Fußgänger

Die japanische Stadt Yamato plant ein Handyverbot für Fußgänger. So sollen in Zukunft Unfälle im Straßenverkehr vermieden werden.

  • Drucken
Handyverbot Japan
staticnak1983 / iStock

Kaum zückt man das Smartphone, vergisst man als Fußgänger schnell potenzielle Gefahren durch Fahrzeuge, Radfahrer & Co. Ein riskantes Verhalten, dass immer öfter zu schwerwiegenden Unfällen führt. Aus diesem Grund hat die Stadtverwaltung von Yamato, einer japanischen Stadt nahe der Hauptstadt Tokio, ein Handyverbot für Fußgänger geplant. Dabei ist es Fußgängern im Straßenverkehr untersagt ihr Smartphone zu nutzen.

Mehr dazu: Das Handy schadet den Händen

Keine Strafen bei Missachtung

"Die Zahl der Smartphone-Nutzer hat schnell zugenommen und genauso die Zahl der Unfälle", sagt Masaaki Yasumi von der Stadtverwaltung gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Deshalb soll das Handyverbot auch als "Schutz" für die Passanten eingeführt werden – Strafen bei Missachtung der Regelung sind allerdings nicht vorgesehen. "Wir hoffen, dass das Verbot das Bewusstsein für die Gefahren stärkt", erklärt Yasumi. Die Bewohner sollen über Plakate und Textnachrichten über das neue Verbot informiert werden.

Mehr dazu: Macht uns das Smartphone dick?

Eingeschränktes Gesichtsfeld

Eine Studie des japanischen Mobilfunkriesen NTT Docomo zeigte, dass bei Fußgängern, die auf ein Smartphone starren, das Gesichtsfeld um fünf Prozent eingeschränkter ist, als das sonst übliche Blickfeld. Dafür schickte man in einer Computersimulation 1.500 Menschen über den hektischen Fußgängerübergang Shibuya in Tokio, die währenddessen auf ihr Handy blickten.

  • Zwei Drittel der Personen kamen nicht ohne Zwischenfall auf der anderen Straßenseite an.
  • Insgesamt zählten die Studienautoren 446 Zusammenstöße.
  • Zudem stürzten 103 Menschen zu Boden und 21 Probanden ließen ihr Smartphone fallen.

Mehr dazu: Handystrahlen-Fänger: Humbug?

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.