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Studie: Hastiges Essen schadet uns

Schnelles Essen führt neuesten Erkenntnissen zufolge zu einem erhöhten Risiko für Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Frau schlingt Donuts
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Japanische Forscher haben anhand einer Studie nun herausgefunden, dass das schnelle Herunterschlingen von Essen nicht nur eine schlechte Angewohnheit ist, sondern sogar einen echten gesundheitlichen Schaden anrichten kann. Die Wissenschafter präsentierten die Ergebnisse kürzlich am Kongress der American Heart Association in Kalifornien.

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Dick und krank

Im hektischen Alltag werden wir häufig dazu verleitet, unser Essen im Stehen, schnell in der U-Bahn, am Schreibtisch oder am Weg zum nächsten Termin hinunterzuwürgen. Für eine halbstündliche Mittagspause, in der das Mahl in Ruhe genossen wird, bleibt an einem 40-Stunden-Tag nur den wenigsten Zeit.

Was wir bislang bloß für eine Unannehmlichkeit und vielleicht für einen versteckten Dickmacher hielten, dürfte laut der neuen Untersuchung ernste Folgen für unsere Gesundheit haben. Schnelles Essen on-the-go erhöht das Risiko für:

Diejenigen, die rasch essen, bekommen es eher mit Fettleibigkeit und dem sogenannten Metabolischen Syndrom zu tun. Letzteres bezeichnet eine Kombination von Übergewicht, Bluthochdruck, einer Fettstoffwechselstörung und einer Insulinresistenz. Da ein Metabolisches Syndrom das Risiko für gefährliche Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems massiv erhöht, spricht man auch vom "tödlichen Quartett".

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Langsame Esser leben länger

In einer Langzeitstudie untersuchten die Wissenschafter von der Universität Hiroshima 1.000 gesunde Probanden. Nach fünf Jahren stellten Sie fest, dass von den hastig essenden Teilnehmern 11,6 Prozent am Metabolischen Syndrom erkrankt waren. Die langsam Essenden wiesen lediglich eine Rate von 2,3 Prozent auf.

Wer seine Speisen sprichwörtlich in sich hineinschaufelt, isst automatisch mehr, weil das Sättigungsgefühl später eintritt. Wer dauerhaft zu viele Kalorien aufnimmt, wird eher übergewichtig und somit anfällig für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Laut den Studienverantwortlichen stellt die Senkung des Ess-Tempos eine wirkungsvolle Maßnahme zur Verbesserung des Lebensstils dar.

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Kampf dem Blähbauch

Wer sein Essen langsam genießt, vermeidet auch unangenehme Blähungen. Denn durch das Schlingen schlucken wir Luft, die später im Darm zwickt und den Bauch zum Luftballon macht.

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Achten Sie auf folgende Details, um in Zukunft gemächlicher zu speisen: 

  • Setzen Sie sich zum Essen stets hin.
  • Meiden Sie essen unter Zeitdruck.
  • Essen Sie lieber mit einer Gabel anstatt eines Löffels.
  • Zerteilen Sie das Essen in kleinere Stücke.
  • Vermeiden Sie große Bissen, die Sie hinunterwürgen müssen.
  • Kauen Sie gründlich und speicheln Sie die Nahrung gut ein.
  • Halten Sie während der Mahlzeit immer wieder inne und hören Sie auf Ihr Sättigungsgefühl.

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