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Wie reagierst du am besten auf ein "Coming-Out?"

Eine Antwort wie "Mich stört das nicht." ist fehl am Platz. Wie du einen Safe-Space für deine queeren Freunde schaffst erfährst du hier!

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DeanDrobot / iStock

Auch in unserer modernen und fortschrittlichen Zeit fällt es manchen queeren Personen schwer sich und anderen gegenüber ehrlich zu sein was ihre Sexualität angeht. Ein Coming-Out kann eine toller Moment sein indem sich Non-Binary Personen endlich öffnen und der Welt stolz zeigen wer sie wirklich sind. Wenn also dieser Moment kommt solltest du als Ally taktvoll darauf reagieren. Wie du das hinbekommst erklären wir dir hier!

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So kannst du auf ein Coming-Out reagieren

Dein guter Freund beichtet dir etwas, das ihm seit langem am Herzen liegt. Er will nicht plötzlich ins Ausland ziehen oder sich ein neues Haustier anschaffen. Nein, sein Geständnis ist ein emotionales, das er seit einiger Zeit mit sich rum trägt: Er ist schwul und möchte sein wahres Ich nicht mehr verleugnen. Auf welche Art kannst du also deine Unterstützung in so einer Situation zeigen? Mit diesen Vorschlägen können beiden Seiten auf die Sprünge geholfen werden:

  • Erwarte kein Coming-Out

Sich zu outen erfordert Mut und Vertrauen, besonders wenn man nicht zu 100 Prozent wissen kann wie Freunde und Familie reagieren können. Nimm also nicht an, dass jede queere Person das Bedürfnis hat sich ins Rampenlicht zu stellen und lauthals zu verkünden ob man nun lesbisch, schwul oder bisexuell ist. Deinem Gegenüber kann es also hilfreich sein, wenn du von vornherein mitdenkst und Fragen vermeidest wie "Hast du einen Freund? bzw. Hast du eine Freundin?" Frage sie lieber, ob sie in einer Beziehung sind. So kannst du die Annahme austilgen, dass das Geschlecht nur etwas ist, welches man von außen erkennen kann.

  • Du bist wohlmöglich nicht die Erste

Wie lange ihr euch kennt ist in dieser Situation völlig nebensächlich. Wenn du nicht einer der Ersten bist, mit denen euer guter Freund bzw. eure gute Freundin über seine oder ihre Geschlechtsidentität redet, bedeutet das lange nicht, dass sie deine Freundschaft nicht wertschätzen. Beim Coming-Out geht es letztendlich nicht um dich, und wenn sie dir erst später Bescheid geben solltest du dir überlegen wieso das der Fall war. Außerdem solltest du auf Aussagen wie "Damit habe ich kein Problem." vermeiden. Es sollte sich gar nicht erst die Frage stellen, dass deren Sexualität von deiner Meinung abhängig ist.

  • Queere Personen müssen euch von nichts überzeugen

Bei Fragen wie "Bist du dir sicher?" oder "Ist das eine Phase?" runzelt man sich nicht nur die Stirn vor Verwirrung, es wirkt so, als würdest du die Identität von Non-Binary Personen hinterfragen und überprüfen wollen. Keiner braucht einen Besserwisser, vor allem nicht, wenn man dir sein Herz offenbart – Ein großes No-Go also. Falls dein Gegenüber sich doch unsicher ist wird er oder sie schon mit dir darüber sprechen.

  • Man ist auch nach dem Coming-Out queer

Wenn erst einmal alles gesagt und getan wurde merkst du vielleicht, dass sich die Dynamik eurer Freundschaft geändert hat. Damit dieser Wandel aber als ein positiver gesehen werden kann hilft es, wenn du auch in Zukunft eine Begeisterung und Lernbereitschaft für queere Themen zeigst. So fühlen auch andere, dass sie dir vertrauen können und bringen sich sogar dazu sich bei dir zu outen.

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So sieht Support aus

Es gibt keinen einfachen Lösungsweg, mit dem du taktvoll und beistehend auf das Coming-Out einer Person reagieren kannst. Dein Verhalten sollte den Umständen entsprechend angepasst sein, doch genau das macht es so schwierig das Thema angemessen anzusprechen. Eine wichtige Sache machst du jedenfalls richtig: Allein die Bemühung keinem auf die Füße treten zu wollen zeigt wie bedeutend dir die queeren Personen in deinem Umfeld sind.

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