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Medizin-Behörde prüft Thrombose-Fälle nach AstraZeneca-Impfung

Schlagzeilen von Blutgerinnsel-Fällen nach einer AstraZeneca-Impfung verunsichern viele. Die britische Gesundheitsbehörde forscht jetzt weiter nach.

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Lubo Ivanko / iStock

Die britische Arzneimittelbehörde untersucht Fälle von seltenen Blutgerinnseln im Gehirn nach einer Impfung mit dem Präparat von AstraZeneca. Das teilte die Medicines and Healthcare Regulatory Agency (MHRA) mit. Zuvor hatte es einen Medienbericht gegeben, wonach die Behörde erwägt, das Präparat nicht mehr für unter 30-Jährige zu empfehlen.

"Unsere gründliche und detaillierte Untersuchung zu Berichten von sehr seltenen und spezifischen Arten von Blutgerinnseln mit einer geringen Anzahl an Blutplättchen nach einer Impfung mit AstraZeneca wird fortgeführt", erklärte MHRA-Chefin June Raine. Eine regulatorische Entscheidung sei noch nicht gefallen, betonte sie. Die Behörde rief dazu auf, Impftermine weiterhin wahrzunehmen.

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AstraZeneca-Impfung sorgt für internationale Diskussionen

In Deutschland hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wegen Thrombose-Fällen, die vor allem bei jungen Frauen auftraten, beschlossen, das Präparat in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahre zu verabreichen. Für jüngere Menschen ist eine Impfung damit nur nach Aufklärung über die Risiken auf eigene Gefahr möglich. In Deutschland waren bei etwa drei Millionen Impfungen bis Anfang vergangener Woche 31 Verdachtsfälle von Hirnvenenthrombosen nach einer AstraZeneca-Impfung gemeldet worden.

In Großbritannien kam es bei mehr als 18 Millionen Impfungen mit AstraZeneca zu insgesamt rund 30 Fällen von seltenen Blutgerinnseln, wie die MHRA vergangene Woche mitteilte. Wie sich die verhältnismäßig höhere Zahl an Fällen in Deutschland erklären lässt, ist noch unklar.

Südkorea will AstraZeneca-Impfstoff nicht mehr exportieren

Südkorea erwägt unterdessen einen Exportstopp für den im Land produzierten AstraZeneca-Impfstoff. Zuletzt wurde noch bekannt, dass eine Lieferung aus dem internationalen Impfprogramm Covax für Südkorea auf 432.000 anstatt der ursprünglich geplanten 690.000 Einheiten verringert wurde.

In Österreich hatte das Nationale Impfgremium vergangene Woche die Weiterführung des Impfprogramms mit AstraZeneca empfohlen. Ab Dienstag setzt sich der Sicherheitsausschuss der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) unter anderem mit dem Thema auseinander. (APA Science/Red.)

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