Familie

7 Gründe, warum Sie Ihrem Kind öfters vorlesen sollten

Kindern vorzulesen fördert die Sprachkompetenz, regt die Phantasie an und stärkt die Eltern-Kind-Bindung. Bereits 15 Minuten täglich reichen.

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Mutter liest Tochter ein Buch vor
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Das Vorlesen fördert die geistige und soziale Entwicklung. Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, profitieren auch im späteren Leben von der wertvollen Lesezeit.

Warum ist Vorlesen so wichtig?

  • Schulischer Erfolg: Vorlesen fördert die Konzentration und die Merkfähigkeit. Beim Lesen wird auch eine Menge Wissen vermittelt. Das Lernen fällt Kindern in der Schule leichter und sie sind wissbegieriger.
  • Phantasie: Geschichten faszinieren; beim Vorlesen wird die Phantasie beflügelt. Leseratten werden später keine Stubenhocker – lernt man doch dabei, seine Freizeit aktiv zu gestalten.

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  • Ruhepause: Nur wenige Kinder kommen von alleine auf die Idee, mal eine Pause zur Entspannung einzulegen. Mit einem lustigen Buch in der Hand, fällt es schon leichter.
  • Eltern-Kind-Bindung: Vorlesen bedeutet auch Zeit miteinander zu verbringen. Die gemeinsame Zeit stärkt das Vertrauen und die Bindung zueinander.
  • Sprachkompetenz: Kinder, denen vorgelesen wird, besitzen schon im Alter von 20 Monaten einen größeren Wortschatz als jene Kinder, die auf das Vorlesen verzichten müssen. Vorlese-Kinder sind demnach auch später redegewandter und können ihre Gedanken besser in Worte fassen.
  • Empathie: Das Einfühlungsvermögen wird gestärkt. Beim Vorlesen kann man wunderbar in fremde Rollen schlüpfen und mal Prinzessin, ein gehänseltes Kind oder ein Bösewicht sein.
  • Themen aufarbeiten: Mit einem Buch lassen sich Konflikte oft leichter bewältigen. Ein neues Geschwisterchen kommt? In der Schule läuft es nicht so gut? Es gibt immer wieder Streit? Es gibt beinahe zu jedem Thema das passende Buch. Dadurch schafft man eine Gesprächsbasis, man kann (indirekt) über das kritische Thema sprechen und dem Kind wird das Gefühl vermittelt, dass seine Sorgen wichtig sind und es gehört wird.

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Die meisten Kinder lieben Bücher, doch manchmal muss die Liebe zum Buch erst entdeckt werden. Mit diesen Tipps wird das Vorlesen zum Vergnügen:

So werden Kinder zu Leseratten:

  • Früh übt sich: Vorgelesen werden kann bereits den jüngsten Babys – anfangs wird im Bilderbuch ein Gegenstand pro Seite besprochen, nach und nach werden Geschichten mit mehr Bildern und Sätzen vorgelesen. So wird das Lesevergnügen von Anfang an vermittelt.
  • Regelmäßig vorlesen: Kinder lieben Rituale – auch beim Lesen. Das Kind wird die Quality Time lieben und die Lesezeit bald einfordern. 15 min pro Tag reichen übrigens.
  • Lockerer Umgang: Besonders bei den Jüngsten muss eine Geschichte nicht zwingend von Anfang bis Ende gelesen werden. Möchte das Kind auf einer Seite verweilen, geben Sie ihm die Zeit. Lassen Sie das Kind auch ruhig dazwischen quatschen und Fragen stellen. Je zwangloser die Atmosphäre, desto beliebter das Lesen.
  • Nochmal, bitte: Das Kind möchte die Geschichte bereits zum 38. Mal lesen? Dann lesen Sie sie ruhig noch einmal. Irgendetwas fasziniert das Kind eben oder es möchte etwas aufarbeiten.
  • Vorbildwirkung: Lesen die Eltern gerne und oft, ist auch die Wahrscheinlichkeit geringer, dass Kinder später, etwa in der Pubertät, zu Lesemuffeln werden. Also ran an die Bücher!

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