Ernährung

Warum italienische Küche nicht dick macht

Kohlenhydrate ohne Ende und trotzdem können Italiener ihr Gewicht locker halten. Wie geht das?

  • Drucken
Italienische Küche macht nicht dick
Sezeryadigar / iStock

Sie essen gerne Risotto, Pizza und Pasta, halten sich aber zurück, weil Sie auf Ihre Figur achten? Die italienischen Klassiker haben den Ruf, nicht gut für die schlanke Linie zu sein doch warum sind Italiener dann nicht dicker? Wir verraten, weshalb die italienischen Gerichte gar nicht so dick machen wie gedacht.

Mehr dazu: So machen Nudeln dünn

Italiener greifen in die Trickkiste

Antipasti als Vorspeise, Spaghetti zum Primo piatto (erster Hauptgang) und dann folgt noch der Secondo piatto (zweiter Hauptgang), viel Panino und Vino machen das Menü komplett ja, Italiener lassen es sich gut gehen, doch warum sind sie dann nicht dicker?

  • Im Gegensatz zu Amerikanern, die zu den übergewichtigsten Einwohnern zählen, greifen waschechte Italiener nicht zu Fertiggerichten und XXL-Fast-Food-Menüs, sondern zu puren, gesunden Zutaten.
  • Die original italienische Pizza ist nicht mit Käse-gefülltem Rand ausgestattet, sondern dünn und mit gesunden Zutaten und Mozzarella belegt.
  • Italiener essen ihre Nudeln al dente, also bissfest. Das jagt den Blutzuckerspiegel nicht so in die Höhe.
  • Statt fettiger Spaghetti Carbonara gibt es viel Gemüse wie Oliven, Artischocken, Melanzani, Tomaten sowie hochwertiges Olivenöl, Fisch und Meeresfrüchte. Und das macht die mediterrane Küche so beliebt. Dazu gibt es viel Salat.
  • Tiramisu, Panna cotta oder fetthaltige Saucen landen zwar auch auf dem Teller, aber sind nur eine Ausnahme.
  • Und: Die Menge macht's. Pasta gehört für Italiener zwar dazu, doch sie essen eine kleinere Portion (etwa 80 Gramm zum Primo piatto) als unsereins.
  • Wein gibt's fast zu jedem Essen, aber eben nur ein Glas, ansonsten viel Wasser.

Mehr dazu: Frühstück: Ist Pizza gesünder als Müsli?

Studie bestätigt: Pasta macht nicht dick

Die Ergebnisse dieser Studie lassen die Herzen von Pasta-Liebhabern höher schlagen. 14.402 Probanden stammten aus der Region Molise an der Adria, weitere 8.964 aus ganz Italien. Das Essverhalten wurde analysiert und Gewicht, Größe, Taillen- und Hüftumfang gemessen. Die Forscher konnten einen Zusammenhang zwischen einem hohen Pasta-Konsum sowie einem gesunden Taillenumfang und Body-Mass-Index (BMI) feststellen. Es wird jedoch auch darauf hingewiesen, dass die Teilnehmer Pasta nur in Maßen genossen. Ausgewogenheit ist immer noch der Königsweg und dessen sind sich Italiener eben bewusst.

Mehr dazu: Nudel-Experiment: 7 Tage Pasta

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.