Foodie

Warum du keinen Koriander magst

Koriander ist vielen Menschen aus der asiatischen Küche bekannt. An seinem Geschmack scheiden sich jedoch die Geister.

  • Drucken
Koriander
Yakynina Anastasia / Unsplash

Während die einen Koriander lieben, machen die anderen um das Gewürzkraut einen großen Bogen. Für sie sind Gerichte, die Koriander enthalten, schlichtweg unessbar.

  • Ob und wie der Geschmack von Koriander wahrgenommen wird, hat zum Teil kulturelle, aber auch genetische Ursachen.
  • Das Korianderaroma wird vor allem durch Aldehyde verursacht, die auch in Seifen vorkommen und deshalb bei vielen Menschen heftige Abwehrreaktionen auslösen.
  • Doch nicht alle Menschen sind in der Lage, das seifige Aroma auch wahrzunehmen. Der Grund dafür liegt in unseren Genen.

Mehr dazu: Hausmittel bei Darmproblemen

Kulturelle Unterschiede

Befragungen haben ergeben, dass 17 Prozent der Europäer und 14 Prozent der Afrikaner den Geschmack von Koriander verabscheuen, in Ostasien sind es sogar 21 Prozent. In Regionen wie Südostasien und im Mittleren Osten hingegen, wo das Gewürz aus der regionalen Küche nicht wegzudenken ist, ist Koriander sehr beliebt. Nur drei bis sieben Prozent verzichten lieber darauf.

Mehr dazu: 6 Gewürze für den Magen

Der Grund liegt in unseren Genen

Abgesehen von regionalen Geschmacksvolieben scheint die Abneigung gegen Koriander jedoch auch eine genetische Ursache zu haben. Untersuchungen bei Zwillingen deuten ebenfalls auf eine genetische Komponente hin. Im Rahmen einer weiterer Studie haben Forscher das Erbgut von 30.000 Testpersonen analysiert. Obwohl Koriander in allen Erdteilen gleich schmeckt, ist die individuelle Wahrnehmung häufig sehr unterschiedlich. Verantwortlich dafür, ob Koriander als wohlschmeckend oder seifig wahrgenommen wird, ist ein bestimmter Abschnitt in unseren Genen. Dieser ist zuständig für den Bau eines bestimmten Geruchsrezeptors, der besonders sensibel auf Aldehyde reagiert.

Mehr dazu: 3 Gewürze gegen Pickel

Seifiger Geruch für viele abstoßend

Testpersonen, die zwei diese Gene geerbt hatten, gaben an, Koriander nicht zu mögen. Der hohe Aldehydanteil des Korianders wird also bei diesen Personen durch den Geruchsrezeptor als besonders seifig wahrgenommen. Menschen mit einer anderen Genvariante empfinden Koriander als frisch und wohlschmeckend, ihre Geruchsrezptoren registrieren das enthaltene Aldehyd vergleichsweise schlecht.

Mehr dazu: Welche Gewürze darf das Baby essen?

Langsam an Koriander gewöhnen

Entscheidend darüber, ob man Koriander mag oder nicht, ist also ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Erfahrungen zeigen sogar, dass es möglich ist, die Abneigung gegen Korianderblätter durch wiederholten Verzehr zu überwinden.

Mehr dazu: Warum Sie öfter Pfeffer essen sollten

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.