Komplementärmedizin

Die heilende Wirkung der Bittermelone

Zugegeben, sie sieht auf den ersten Blick nicht gerade appetitlich aus. Wir verraten Ihnen, weshalb es sich dennoch lohnt, der Bittermelone eine Chance zu geben.

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Bittermelone liegt im Ganzen und aufgeschnitten
egal / iStock

Das Auge isst bekanntlich mit. Was die Bittermelone betrifft, raten wir Ihnen jedoch, beide Augen zuzudrücken. Denn trotz ihres armseligen Aussehens: In ihr steckt geballte Power! Und es gibt sie immerhin auch als Tee, Extrakt oder in Pulverform. Was die Frucht alles kann und warum Sie eine Überdosis vermeiden sollten, lesen Sie hier.

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Was ist die Bittermelone?

Die Bittermelone, auch Bittergurke oder Balsambirne genannt, ist eine Kletterpflanze, aus deren gelben Blüten sich grüne, gurkenähnliche Früchte entwickeln. Das Gewächs stammt vorwiegend aus Indien und China; heutzutage wird sie außerdem in den USA, Südamerika, Europa und Afrika angebaut.

Im asiatischen Raum findet sich die grüne Frucht in vielen Gerichten wieder, oft gekocht oder gebraten, damit der bittere Geschmack verloren geht. Vorrangig für die meisten – und deshalb ist die Frucht so beliebt – sind die wertvollen Inhaltsstoffe, die selbst nach einstündiger Kochzeit nicht verloren gehen.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird sie dank ihrer potenziell heilsamen Wirkung bereits seit Jahrhunderten eingesetzt. Seit einigen Jahren kommt die Pflanze auch im europäischen Raum immer öfter zur Anwendung.

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Heilwirkung der Bittermelone

  • Diabetes mellitus: Die Bittermelone wird wegen ihres hohen Anteils an Charantin als hypoglykämisch eingestuft und kann unterstützend den Blutzucker senken.
  • Verdauung: Das Extrakt der Bittermelone unterstützt die Peristaltik und beugt Verstopfung und anderen Verdauungsproblemen vor.
  • Anti-Aging: Reich an Vitamin A und Antioxidantien schützt die Bittermelone vor vorzeitiger Zellalterung.
  • Infektionen: Der Bittermelone wird eine antivirale und antibakterielle Wirkung nachgesagt und hilft dabei, Infektionen zu bekämpfen.
  • Krebs: Einige Studien kamen zu dem Ergebnis, dass das Extrakt der Bittermelone das Wachstum von Tumorzellen hemmen kann. 
  • Äußerliche Anwendung: Der aus den Blättern gepresste Saft wird bei Insektenstichen, Fieberblasen, leichtem Sonnenbrand und kleinen Verletzungen aufgetragen.

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Nebenwirkungen der Bittermelone

Keine Frage, die Bittermelone hat viele positive Seiten – doch leider kann die übermäßige, langfristige Einnahme von Tee oder Pulver auch zu einer Vielzahl an Nebenwirkungen führen, z.B.:

  • Kopfschmerzen
  • Fieber
  • Magenbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen
  • Herz-Rhythmus-Störungen
  • Fruchtbarkeitsstörungen
  • Leberentzündung

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf Präparate oder Tee der Bittermelone verzichtet werden, da diese abführend wirken können. Auch Kinder sollten den Tee nur nach ärztlicher Absprache trinken, da dieser für die Kleinen giftig sein könnte.

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