Ernährung

E-Nummern: Diese Zusatzstoffe in Lebensmitteln sollten Sie meiden

E-Nummern haben keinen guten Ruf. Einige der Zusatzstoffe, die in der EU zugelassen sind, sind gesundheitlich bedenklich und in anderen Ländern sogar verboten.

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Beim Einkaufen im Supermarkt auf Zusatzstoffe und E-Nummern achten
gopixa / iStock

Bei E-Nummern werden die meisten Konsumenten hellhörig. Und damit liegen sie richtig, denn etwas Skepsis ist durchaus angebracht. Immerhin sind viele künstliche Zusatzstoffe für Allergien und Krankheiten verantwortlich.

Zusatzstoffe werden Lebensmittel zugesetzt, um sie zu färben, ihren Geschmack zu intensivieren oder um ihre Haltbarkeit zu verlängern. Der Zusatzstoff muss als E-Nummer oder mit seiner Bezeichnung auf der Zutatenliste angegeben werden.

Welche Zusatzstoffe gibt es?

Wurde ein Zusatzstoff von der EU-Verordnung aufgenommen, muss er gesundheitlich unbedenklich sein. Dies wird durch die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA überprüft. Allerdings besteht für einige Stoffe eine Mengenbeschränkung.

Grob werden u.a. folgende Zusatzstoffe unterschieden:

  • Antioxidationsmittel
  • Backtriebmittel
  • Emulgator
  • Farbstoff
  • Festigungsmittel
  • Geschmacksverstärker
  • Konservierungsstoff
  • Säurungsmittel
  • Stabilisatoren
  • Süßungsmittel
  • Treibgase
  • Überzugsmittel
  • Verdickungsmittel

E-Nummern in der Kritik

Einige Zusatzstoffe stehen unter Verdacht, Krankheiten wie Neurodermitis, Asthma, Krebs oder Allergien auszulösen. Zwar wird die täglich tolerierbare Aufnahmemenge (Tolerable Daily Intake, TDI) festgelegt, jedoch kann diese schnell überschritten werden. In einigen Ländern sind bestimmte E-Nummern sogar gänzlich verboten.

Folgende E-Nummern sollten Sie nur selten zu sich nehmen:

E-NummerFunktion / BezeichnungWo ist sie enthalten?potenzielle Gesundheitsrisiken
E102gelber Farbstoff / TartrazinSenf, Schmelzkäse, Getränke, SüßigkeitenAtemwegserkrankungen, Hautprobleme, Beeinträchtigung des Sehvermögens (in Norwegen verboten)
E110gelber Farbstoff / GelborangeGetränke, SüßigkeitenErkrankungen der Atemwege und Niere
E104gelber Farbstoff / ChinulingelbPudding, Marmeladen, Knabbereien, Kaugummi, RäucherfischHyperaktives Verhalten. Produkte, die E104 enthalten, müssen mit „kann die Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ gekennzeichnet sein. (in den USA, Australien, Norwegen verboten)
E122roter Farbstoff / AzorubinFertigprodukte, Fertigsuppe, Getränke, Süßigkeitenmöglicher Auslöser für Allergien, kann Aufmerksamkeit bei Kindern beeinflussen
E123roter Farbstoff / AmaranthSpirituosen, Kaviar, AperitifweinKopfschmerzen, Krebs, Kalkablagerungen in den Harnwegen (in den USA und in manchen Ländern Osteuropas verboten)
E124roter Farbstoff / CochenillerotFruchtgelee, Chorizo, Lachsersatz, SüßigkeitenAuslöser für Allergien, kann Verhalten von Kindern beeinträchtigen
E127roter Farbstoff / ErythrosinObstkonserven, CocktailkirschenSchilddrüsenüberfunktion, ADHS bei Kindern, steht im Verdacht, das Erbgut zu schädigen
E129roter Farbstoff / AllurarotSüßwaren, Brause, Pudding, Getränke, Sirup, Speiseeis, Lachsersatz, KuchenProdukt muss Warnhinweis enthalten, dass es Konzentrationsschwierigkeiten und Hyperaktivität bei Kindern auslösen kann. (bis vor kurzem in Deutschland, aktuell in Belgien, Dänemark, Frankreich, Schweden und in der Schweiz verboten)
E142grüner Farbstoff / Grün SDessert, Dosenerbsen, Gelee, Süßigkeiten, SpeiseeisAufgrund des enthaltenen Aluminiums im Verdacht Demenz, Parkinson, Alzheimer auszulösen und das Erbgut zu schädigen. (in Norwegen, Kanada und den USA verboten)
E150c und dbrauner Farbstoff / ZuckerkulörMarmelade, Wurst, Essig, diverse Spirituosen, Cola, Essig, Süßigkeitennegative Beeinflussung des Immunsystems, krebserregend
E151schwarzer Farbstoff / Brillantschwarz BNLakritz, Kaviar-Ersatz, SaucenParkinson, Demenz, Alzheimer, Atemschwierigkeiten, Hautausschläge, allergieauslösend
E155rot-brauner Farbstoff / Braun HKSpeiseeis, Kuchen, Schokolade, KekseAsthma, Hautausschläge, Erkrankungen der Nieren und Lymphe
E173silbergrauer Farbstoff / AluminiumÜberzüge für Zucker- und Süßwaren, Dragees, Back- und KonditorwarenBrustkrebs, Alzheimer, Nierenerkrankungen
E235Konservierungsstoff / NatamycinProvolone-KäseAuslöser für Allergien
E285, E284Konservierungsstoff / Borsäure und NatriumsalzKaviarNierenschäden
E330Antioxidationsmittel, Säurungsmittel, Emulgator / CitronensäureBrause, Getränke und Limonaden, Fisch, Süßigkeitengreift den Zahnschmelz an, verantwortlich für Zahnverfall
E425Verdickungsmittel / KonjacGlasnudeln, fernöstliche KostBeeinträchtigung der Darmgesundheit, verhindert Nährstoffaufnahme, bei Kindern Erstickungsanfälle
E512Geschmacksverstärker, Antioxidationsmittel,
Stabilisator / Zinnchlorid
Dosen- und Glaskonserven, z.B. SpargelÜbelkeit, Erbrechen, metallischer Geschmack
E999Stabilisator / QuillajaextraktGinger-Ale, Cidregelangen die enthaltenen Saponine in die Blutbahn, sind sie giftig

Umgang mit E-Nummern

  • Achtsam einkaufen: Viele Konsumenten schenken der Zutatenliste keine Beachtung und wissen gar nicht, welche Stoffe sie zu sich nehmen. Seien Sie aufmerksam.
  • Nicht auf Tricks hereinfallen: Oft stehen nicht die E-Nummern selbst auf der Liste, sondern nur ihre Bezeichnung. Zum Beispiel steht "Essigsäure" für E260 (gilt als unbedenklich) oder "Citronensäure" für E330.
  • Moderne Unterstützung: Diverse Apps, zum Beispiel Codecheck,  schulen das Bewusstsein und bieten Hilfestellung beim Einkaufen im Supermarkt: Wird der Barcode des Produkts mit Hilfe des Smartphones gescannt, werden bedenkliche Inhaltsstoffe angezeigt.
  • Frisch gekocht: Kaufen Sie frische Produkte und kochen Sie selbst. Oft sind Tiefkühl- und Fertigprodukte weder billiger noch schneller gekocht.

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