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Das "Jenke-Experiment" zeigt: So viel Plastik ist in unserem Essen!

Fernsehjournalist Jenke von Wilmsdorff geht in seinen TV-Experimenten bis an seine Grenzen. In seiner letzten Folge zeigt er die Folgen des übermäßigen Plastikkonsums auf.

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Jenke Experiment Plastik
TVNOW / Elena Ezhova

Fernsehjournalist Jenke von Wilmsdorff ist für seine ausgefallenen Experimente und Selbstversuche bekannt. In seiner Show "Das Jenke-Experiment" stellt er sich den ungewöhnlichsten Herausforderungen und zeigt damit gesellschaftskritische Probleme auf. In seinem neuesten Versuch geht Wilmsdorff der Frage nach, wie viel Plastik in unseren Lebensmitteln enthalten ist.

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Jenke vergiftet sich selbst?!

Schon im September 2019 wurde das Plastik-Experiment von Jenke auf RTL gezeigt. Nun strahlte der Sender die Doku, die schon im vergangenen Jahr für viel Aufsehen und einen Shitstorm gesorgt hat, erneut aus. In der Show "Jenke-Experiment: Das Plastik in mir: Wie der Müll uns krank macht", nahm sich Wilmsdorff vor, vier Wochen lang nur Lebensmittel zu konsumieren, die in Plastik verpackt waren oder besonders viel Mikroplastik, Nanopartikel, Weichmacher & Co enthielten. "Ein Experiment, das so noch niemand gewagt hat: Ich werde mich gewissermaßen selbst vergiften. Es könnte mich krank machen. Wie krank, das kann niemand sicher sagen“, sagt Wilmsdorff, dem die Sache "ein wenig unbehaglich" war, in der Doku.

  • Jenke ernährte sich nur mehr von Essen aus Konserven, Wurst- und Käseaufschnitten, Fertiggerichten, Muscheln, Smoothies aus Plastik-Tüten und Snacks.
  • Der Journalist kaute stundenlang Kaugummi und trank Kaffee aus To-Go-Bechern. Besonders bizarr: Jenke stellte Wasser in Plastikflaschen extra in die Sonne, damit sich mehr Weichmacher im Wasser entfalten konnten.
  • Zudem benützte der Reporter nur "plastikverseuchte Kosmetikprodukte" und trug Kleidung aus Polyester.

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Extreme Urin- und Blutwerte schockieren

Um die Entwicklungen zu beobachten, reichte der Reporter Urin- und Blutproben in einem Speziallabor ein. Zu Beginn waren die Werte noch im Normalbereich, doch nach den ersten vier Tagen klagte der Autor über Kopfschmerzen. 14 Tage später sagte Wilmsdorff: "Ich hab das Gefühl, ich hab keine Vitamine mehr im Körper."

Kein Wunder, denn die Testergebnisse zeigten, dass sich die Giftstoffe in seinem Urin um das 10-fache erhöht hatten. Jenke fühlte sich immer schlechter und war nach seinem Laborergebnis mehr als verblüfft. Laut den Experten war ein Weichmacher im Urin um das 200-fache erhöht, im Blut sogar um das 400-fache. "Da ist ja auch Aluminium im Blut, was ich vorher gar nicht hatte", stellte der Journalist fest. Wilmsdorff war sich sicher, würde er weiterhin so viel Plastik zu sich nehmen, könnte er ernsthaft krank werden.

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Gespaltene Reaktionen auf Twitter

Mit fast 1,6 Millionen Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren war die Erstausstrahlung im September 2019 ein voller Erfolg. Besonders auf Twitter zeigten sich viele User schockiert, einige davon entschieden sich nach der Ausstrahlung dazu, weitgehend auf Plastik zu verzichten:

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"Green Washing"-Vorwürfe gegen RTL

Obwohl Jenkes Fernsehprojekt so erfolgreich war, erntete der Sender RTL einen Shitstorm. Denn in den Werbepausen wurde vermehrt für Produkte geworben, die viel Plastik beinhalteten:

Andere User beschwerten sich auch darüber, dass RTL "Green Wahsing" betreiben würde:

Am 17. August 2020 verfolgten 1,44 Millionen Menschen Jenkes Experiment. Auch bei der zweiten Ausstrahlung regt die Sendung zum Nachdenken an und zeigt, wie sehr unsere Umwelt und auch unser Körper unter dem Plastikkonsum leidet.

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