Ernährung

Wie viele Keime befinden sich auf Schneidebrettern?

Egal ob Brot, Gemüse oder Fleisch: Schneidebretter begleiten unseren Küchenalltag. Doch wie hygienisch sind die Unterlagen wirklich?

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Schneidebretter können vielseitig beim Kochen angewendet werden, doch wie hygienisch sind sie wirklich?
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Kochen Sie gerne und verwenden Sie auch öfter Küchenhelfer in Form von Schneideunterlagen? Dann sollten Sie unbedingt darauf achten aus welchen Material diese Bretter bestehen, denn Holz- oder Kunststoffbretter haben unterschiedliche Vor- und Nachteile. Wir klären Sie darüber auf.

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Schneidebretter im Hygiene-Check

Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin Markt des deutschen Senders NDR hat 2013 vier verschiedene Schneidebretter untersucht und nach hygienischen Kriterien wie Geruchs- und Farbaufnahme und Keimbelastung bewertet. Dabei waren:

  • Kunststoffschneidebrett von Ikea für 1,49 Euro
  • Schneideunterlage aus Akazienholz von Fackelmann für 8,39 Euro
  • Kunststoffschneidebrett von Kesper für 8,99 Euro
  • Bambusbrett von WMF für 19,95 Euro

Hobby-Köche zerkleinerten auf den Testbrettern rote Beete, um festzustellen auf welchen Material sich mehr Flecken nachweisen lassen.

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Eindeutige Laborergebnisse

Die getesteten Bretter wurden im Anschluss entweder mit der Hand oder in der Maschine gespült.

  • Kunststoffbretter schnitten bei der Untersuchung sehr gut ab. Denn diese wiesen handgespült und auch maschinell gereinigt keine Verfärbungen nach. Bei Holzschneidebrettern wurden aber vor allem bei handgespülten Schneideunterlagen sichtbare Verfärbungen nachgewiesen.
  • Bei dem Geruchstest mit Knoblauch, Zwiebel und Fisch schnitten fast alle Bretter gleich ab, wobei Kunststoff wieder bessere Werte aufwies. Hier wurde entdeckt, dass Spülmaschinen die Gerüche besser entfernen können als eine Handwäsche.
  • Dies ist bei Holzbrettern jedoch nicht besonders vorteilhaft. Diese bekommen bei der maschinellen Reinigung häufig Risse und werden dadurch unbrauchbar. Daher eignet sich hier eine Handspülung besser.

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Geringe Keimbelastung

Zumindest im Labortest wurde festgestellt, dass die Testbretter keinen großen Unterschied im Bezug auf die Keimbelastung aufweisen.

  • In Holz- und Kunsstoffbrettern wurde nur eine ganz geringe Keimbelastung entdeckt. Auch zwischen der händischen Reinigung und einem Waschgang in der Spülmaschine wurde kein Unterschied nachgewiesen.
  • Die Experten raten, separate Schneidunterlagen für unterschiedliche Lebensmittel zu verwenden. Besonders rohes Fleisch oder Hühnchen haben eine große Bakterien- und Salmonellen-Gefahr, die sich dann dann auf andere Lebensmittel übertragen kann.
  • Köche, die gerne Holzschneidebretter benützen, sollten daher drei Exemplare besitzen. Eines für Rohkost, Gemüse und Brot, eines für färbende und stark riechende Lebensmittel und eines für rohes Fleisch, Geflügel und Fisch.

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Finger weg von Stein & Glas

Um Bakterien und Keime zu meiden, sollten Sie alte Bretter ersetzen und regelmäßig waschen.

  • Holzbretter sollten Sie gründlich mit heißem Wasser, Spülmittel und einem Schwamm putzen. Daraufhin muss das Brett vollständig an der frischen Luft getrocknet werden, da sich auf feuchten Holzbrettern leichter Keime ausbreiten.
  • Tipp: Imprägnieren Sie Ihre Schneidebretter mit Speiseöl. Das lässt das Holz schneller trocknen und verhindert die Keimbildung. Beim Kauf achten Sie besonders auf eine Herstellung aus Bambus oder Olivenholz.
  • Alte Schneidebretter sollten entsorgt werden, da sich in den Messerspuren Essensreste ansammeln und somit einen Nährboden für Keime bilden können. Haben Sie vermehrt Bretter, die tiefe Einkerbungen aufweisen, dann schmeißen Sie diese weg.
  • Auf Schneidebretter aus Glas oder Stein sollten Sie nicht zurückgreifen. Sensible Klingen von scharfen Küchenmessern können an ihnen abstumpfen. Zwar kann die Klinge wieder geschärft werden, dies schwächt jedoch das Metal und somit das Messer. Schneideunterlagen aus Holz und Kunststoff schonen das Besteck.

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