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Tee in der Schwangerschaft: Diese Sorten solltest du meiden

An Tee kann in der Schwangerschaft doch nichts verkehrt sein, oder? Doch, manche Sorten sollten tatsächlich nur in Maßen oder gar nicht getrunken werden.

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Tee trinken in der Schwangerschaft
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Eine Schwangerschaft bedeutet eine große Umstellung für die werdende Mutter. Noch schlimmer als die eigentlichen Veränderungen ist die enorme Verunsicherung vieler Schwangerer: Was darf ich noch? Was kann ich noch essen und trinken, was fördert frühzeitige Wehen oder schadet dem Baby? Diese Ängste machen auch vor dem liebsten Heißgetränk nicht halt. Welche Teesorten in der Schwangerschaft geeignet sind und welche du lieber erst nach der Geburt wieder genießen solltest, liest du hier.

Himbeerblättertee: Nur nach der 35. Woche

Besonders bekannt als Tee der Schwangeren ist jener aus Himbeerblättern. Ihnen werden folgende Wirkungen zugesprochen:

  • Lockerung des Gewebes und der Muskeln im Beckenbereich
  • Stärkung der Gebärmutter
  • Anregung der Gebärmuttermuskulatur
  • Förderung der Wehen

Aufgrund des letzten Punkts eignet sich das Gebräu erst nach der 35. Schwangerschaftswoche. Vor allem bei übermäßigem Konsum könnten im schlimmsten Fall frühzeitige Kontraktionen ausgelöst werden. Im erlaubten Zeitraum kannst du dir täglich drei bis fünf Tassen des Tees gönnen.

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Diese Sorten sind in Maßen geeignet

  • Pfefferminze: wirkt gegen Übelkeit und Sodbrennen; die ätherischen Öle haben krampflösende Eigenschaften; größere Mengen können aber zu Gebärmutterkontraktionen führen
  • Salbei: lindert Verdauungsbeschwerden, wird aber nicht in großen Mengen und über einen längeren Zeitraum empfohlen; mögliche Nebenwirkungen sind Krämpfe, Schwindel oder Hitzegefühle
  • Schwarztee: enthält wie Kaffee Koffein und ist während der Schwangerschaft daher nur bedingt geeignet; unter anderem begünstigt er außerdem Verstopfung und hemmt die Eisenaufnahme; mehr als zwei bis drei Tassen täglich sollten es nicht sein
  • Ingwer: die gesunde Knolle wirkt gut gegen Übelkeit und bei kalten Füßen; dennoch nur gelegentlich und in Maßen genießen, da ihm eine wehenfördernde Wirkung nachgesagt wird
  • Kamille: gegen Kamille in der Schwangerschaft ist nichts einzuwenden; das Getränk beseitigt Schlafprobleme, Sodbrennen und beruhigt einen gereizten Magen-Darm- Trakt
  • Grüner Tee: zwei bis drei Tassen des Tees sind in Ordnung (Koffein!); enthält viele Mineralien und verdauungsfördernde Bitterstoffe

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Mancher Tee ist nicht okay

Diese Sorten solltest du nur selten oder besser gar nicht trinken. Im Tierversuch zeigten große verabreichte Mengen davon nämlich einen krebserregenden Effekt:

  • Fenchel
  • Anis
  • Lemongras

Folgende Tees sind wehenanregend und sollten nur zur Förderung der Kontraktionen gegen Ende der Schwangerschaft genossen werden:

  • Himbeerblatt
  • Brombeerblatt
  • Schafgarbe
  • Eisenkraut
  • Kreuzkümmel
  • Wermutkraut
  • Frauenmantel

Tee aus der Süßholzwurzel enthält Glycyrrhizin, das in hohen Dosen zu einer Fehlgeburt führen kann.

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Abwechslung schützt vor schädlichen Folgen

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten schwangere Frauen ihren Arzt bzw. ihre Hebamme fragen, welches Heißgetränk sie bedenkenlos genießen können. Wie bei allem im Leben gilt: Die Menge macht das Gift. Trink' ruhig mehrere Tassen Tee täglich, aber achte dabei auf Abwechslung.

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